Montag, 13. August 2007

Spiegeltitel zur Historiale

Der SPIEGEL bringt eine 15-Seiten-Titelgeschichte zur Historiale – Klaus Wiegrefe und Martin Doerry weisen nur leider nicht auf uns hin. Ausführlich geht es darum, wie der moderne Staat erfunden wurde, wie funktionierende Verwaltung, das Universitätswesen und die Wehrpflicht bis heute fortleben. „Die Reformzeit war Preußens wohl größte Ära.“ Preußen erlitt durch den Vertrag von Tilsit seine größte Niederlage, verlor die Hälfte seiner Einwohner und des Landes, mußte gigantische Zahlungen an Frankreich leisten sowie die Besatzungskosten übernehmen.

Schon wenige Tage nach Tilsit begann jedoch eine ruhmreiche, vielleicht sogar die größte Zeit der preußischen Geschichte.

DIE KRISE ALS CHANCE NUTZEN – lautet das Theme der Historiale.

Wir werden in zwölf Tagen die Männer, die der Spiegel als die wesentlichen Reformer sieht, die die ständische Gesellschaft zertrümmerten, die Bauern und Gesinde das Recht verschaften, zu leben, wo sie wollten, im ehemaligen Preußischen Abgeordnetenhaus auf die Bühne setzen und in einer Talkshow vorstellen: Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein und Karl August Freiherr von Hardenberg.

Im Gespräch fragt unser Kunde Christopher Clark, Autor der Preußen-Geschichte, die monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste stand, die Spiegel-Journalisten zurück: „Was ist eigentlich besser: dass eine Verwaltung vernünftige Politik macht und dem Volk Reformen gewährt oder eine Situation wie in Frankreich mit den revolutionären Exzessen? Wo hätten Sie lieber gelebt: Im Paris 1793 während des jakobinischen Terrors oder im zugegebenermaßen etwas langweiligerem Berlin?“

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar