Mittwoch, 5. Januar 2011

Die Historiale in der Berliner WocheSabine Degen über die Historiale in der Berliner Woche. Es geht hier um das BerlinerStraßentheater …
Im Frühjahr 2009 hieß es auf Flugblättern und auch in der Berliner Woche: „Berliner uffjepasst!“ Gesucht wurden Menschen, die gerne mal als Zilletypen auftreten würden und nach Möglichkeit auch noch so richtig berlinern könnten. Daraufhin fand sich eine bunte Truppe der verschiedensten Altersstufen
zusammen. Das erste Treffen war im Theater im Nikolaiviertel. Wir überlegten, was für Szenen gespielt werden könnten und zu wem welche Rolle passen würde. Bis zum Historiale-Festival war ja nicht mehr viel Zeit. So fingen wir unterAnteitung von Heidrun Preußer sehr bald mit den Proben an. Es wurden Kostüme genäht und Requisiten organisiert. Jeder brachte ein, was er gut kann. Bald stand unser kleines Programm zum Thema „Kaiserzeit“. Unser Auftritt war ein voller Erfolg: Dienstmädchen und ihre Herrschaft, leichte Mädchen und ihr Lude, eine junge Frau, die ein Problem mit ihrem Liebsten hat, der Doktor, eine Schwangere, Straßenjungs, ein Angler und noch manch andere Typen gaben sich ein Stelldichein. Auch zum Köpenicker Hauptmannfest wurden wir eingeladen und halfen dort mit, die richtige Atmosphäre anno 1906 zu schaffen. Ende 2009 beschlossen wir, gemeinsam einen Verein zu gründen, der ehrenamtlich tätig ist und Straßentheater spielt. So wollen wir jungen Menschen und Wahl-Berlinern aus aller Welt ebenso wie Touristen die Geschichte unserer Stadt mit Herz und Schnauze nahebringen. Nach den schönen Erfolgen im vergangenen
Jahr fand auch das diesjährige Historiale-Festival unter unserer Mitwirkung statt, und zwar unter dem Motto „Die goldenen 20er Jahre“. Wieder hatten wir und auch das Publikum sehr viel Spaß. Die Apfelfrau, das Holzweib und der Lampenputzer, der Lude mit dem leichten Mädchen, wie die Dienstmädchen und die Herrschaften „Gänseklein“ sorgten für Stimmung. Alte Berliner Lieder wie „Lampenputzer ist mein Vater…“, „Die Kuchenfrau vom
Friedrichshain“, „Warum soll er nich’ mit ihr“, „Zickenschulzes Hochzeit“ und das allseits bekannte Bolle-Lied luden zum Zuhören und Mitsingen ein. Auch beim Hauptmannfest in Köpenick war unser Verein wieder
mit von der Partie.
Schön fände ich es, wie auch der ganze Verein, wenn wir hier in Berlin etwas bekannter würden und ein paar zusätzliche Auftritte würden uns Spaß machen. Auch über neue spielbegeisterte Berliner zur Erweiterung unserer Truppe würden wir uns sehr freuen.

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