Mittwoch, 17. Dezember 2003

Verkrampfungen bei Witzigmann. Arbeitsessen können stressen. Wir wollten sehen, Birgitt Claus von Esskultur und Wieland Giebel, wie das bei Witzigmann im Palazzo läuft. Die Plätze für uns zu je 120 Euro waren nicht reserviert, der Tisch war voll. Ein um 10 Euro billigerer Tisch wurde uns angeboten, nachdem uns die Kellnerin deplaziert in der Mitte des Spiegelzeltes hatten stehenlassen. Oder wir sollten uns an den vorbestellten Tisch quetschen, von dem aus uns die anderen Gäste nicht eben freundlich ansahen. Keine Entschuldigung, kein freundliches Wort. Einen Cocktail für den billigeren Platz gab es, nachdem Birgitt dreimal darauf hingewiesen hatte. Der neue Tisch war aber auch doppelt vergeben, es gab aber ausreichend freie Tische.
Die Show war in meinen Augen so hundsmiserabel und unter jedem Niveau, daß ich mich verkrampfte. Wie sage ich es meinem gegenüber? Aber Birgitt ging es genauso. Nach zwei Gängen verließen wir das Zelt. Musiker, die gut waren, aber preisgünstig eingekauft aussahen. Ein Travestie-Moderator, mit dem man mich jagen kann und der mich dann noch heimtückisch von hinten begrapschte. Die Kellner genervt, nichts Lockeres. Die Show wie im Schülertheater. Publikum wird auf die Bühne gezerrt, das deutlich sichtbar nicht will, in unserem Fall die Fußballerin des Jahres, vorher von Witzigmann am Tisch begrüßt. Das hatte sie davon, umsonst essen zu dürfen: Mehrere Kameras und dann noch wider Willen einem Jongleur assistieren.
Witzigmann hört bald auf in Berlin. Berlin ist mehr gewohnt als das Niveau von RTL 2.

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