Mittwoch, 13. Februar 2008

Lammert, Kellerhoff, Hopp Sven Felix Kellerhoff (in der Mitte) umrahmt vom Präsidenten des Deutschen Bundestags, Dr. Norbert Lammert sowie seinem Verleger Ulrich Hopp, Chef des be.bra-Verlags. Kellerhoff stellte sein Buch „Der Reichtagsbrand“ vor, in dem er auf der Grundlage der Ermittlungsakten zum Ergebnis kommt, daß es keinen Anhaltspunkt dafür gibt, daß Marinus van der Lubbe kein Einzeltäter war. Also daß er Einzeltäter war, daß nicht die Nazis den Reichstag angesteckt, sondern (nur) davon profitiert haben.
Besonders interessant sind seine Untersuchungen zur Entwicklung des Brands auf der Grundlage aktuellen Wissens über Brandursachen und Brandausbreitung. Back draft, die Rauchgasexplosion, ist im Bundesarchiv in Lichterfelde ausführlich und mehrfach als Beobachtung von Feuerwehrleuten dokumentiert.
Wie es eigentlich war wollte er herausfinden. Lammert hatte das Buch vollständig gelesen, kommentierte ausführlich und präzise. Wir waren davon überrascht und erfreut. „Ich halte diese Publikation für außerordentlich verdienstvoll, weil sie Ereignisse von hoher politischer Bedeutung detailliert verdeutlicht und sich mit der Geschichte quellenkritisch auseinandersetzt. Dem Autor Kellerhoff gilt meine Hochachtung!“
Zur Buchvorstellung angereist war Prof. Hans Mommsen, der führende deutsche Zeithistoriker und brillante Analytiker, der Kellerhoff bei einem Spaziergang um den Starnberger See zu diesem Buch angeregt hatte. Er nahm Stellung zu den langjährigen Auseinandersetzungen mit solchen Historikern, denen das (falsche) Ergebnis ideologisch näher lag als der (wahrscheinlich) tatsächliche Ablauf der Ereignisse.
Michael Cullen, der Experte zum Reichstag und seiner Geschichte, nahm Stellung zu Debatte und den Fälschungen. Cullen bereitet für den Berlin Story Verlag ein Buch vor über die Fahne auf dem Reichstag und ihre Bedeutung in Rußland, beziehungsweise der Sowjetunion. Dazu war er kürzlich in Moskau, um Archive zu durchstöbern.

Fuelling, MoPo Von der Berliner Morgenpost schreibt Thomas Fülling (rechts) mit und berichtet über die Buchpräsentation in der Parlamentarischen Gesellschaft.

Johannes und Volker Johannes Großer und Volker Hobrack von der Historiale überlegen, wie sie den Reichtagsbrand zum Thema eines Geschichtsfestivals machen können.

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