„Mein Kampf“ von Adolf Hitler – Copyright läuft aus

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Dr. Magnus Brechtken kommentiert mit seinem Team vom Institut für Zeitgeschichte (München-Berlin) „Mein Kampf“.

Am 30. April 1945 hat sich Hitler im Führerbunker die Kugel gegeben.

Dann läuft 70 Jahre später das Copyright aus. Urheberrecht. Derzeit sieht sich das Bayerische Finanzministerium als Erbverwalter.

In der Topographie des Terrors ist der Saal voll (2).

Vieles von Hitler gibt es schon in Buchform, seine sämtlichen Aufzeichnungen, Reden, Stellungnahmen. Alle Bücher in weiß (3). Nur Mein Kampf, hier als schwarz angedeutet, ist noch nicht neu veröffentlicht. Das Buch ist nicht verboten, man kann es im Antiquariat kaufen, wenn man es für wissenschaftliche Zwecke braucht.

Die kommentierte Fassung soll mit 2.000 Seiten (das Original hat 780) im Januar 2016 herauskommen, digital erst ein Jahr später. „Wir wollen eine wichtige historische Quelle für das Verständnis des Zwanzigsten Jahrhunderts erschließen.“

Mehr als zwölf Millionen Exemplare betrug die Auflage einst, davon wurden zwei Drittel während des Zweiten Weltkriegs gedruckt. Das Buch wurde gelesen. Dass kaum einer es las, ist ein Mythos, eine Ausrede.

Brechtken: „Wer ‚Mein Kampf‘ liest, weiß, dass Hitler der führende Kopf war. Dass es den Nationalsozialismus ohne ihn so nicht gegeben hätte.“

Hitler verdiente sehr gut an diesem Bestseller. Städte wurden angewiesen, es Hochzeitspaaren zu schenken. Berlin weigerte sich bis 1940, Frankfurt a.M bis zum Schluss.

 

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