Mehr Exponate in der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ ?

Es gibt in der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ so gut wie keine Exponate. Manchmal, sehr gelegentlich, beklagen sich Besucher darüber, besonders wenn es sich um Museumsleute handelt.

Wir haben uns entschieden, darauf zu verzichten. Kein einziger Euro sollte für Nazi-Devotionalien ausgegeben werden. Hier ein gutes Beispiel von einem Exponat im Design Museum in ‘s Hertogenbosch, das wir besuchten, darüber berichteten, jedoch übersahen, was uns nun Bart FM Droog berichtet, der uns auch beraten hat, weil wir auf Fakes von Hitler-Gemälden (bei uns als Kopie, als Druck) hingewiesen hatten:

Diese Kleidung von KZ-Häftlingen ist in Hertogenbosch als Leihgabe des World War II Museum Eyewitness in Beek, Limburg,/Niederland zu sehen. Ziemlich sicher ein Fake, nach 1945 hergestellt, vielleicht für einen Film. So saubere, ungebrauchte Häftlingskleidung gab es nicht. Diese gestreifte Kleidung wurde nur von 1938 bis Ende 1942 oder Anfang 1943 hergestellt. Danach erhielten die KZ-Insassen Kleidung von erschossenen russischen Soldaten oder solche von den Menschen, die in den KZ umgebracht worden waren. Es gibt dazu nur eine gründliche Arbeit, die von der Historikerin Bärbel Schmidt: Geschichte und Symbolik der gestreiften KZ-Häftlingskleidung. Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, 2000 [1999],  http://oops.uni-oldenburg.de/407/1/440.pdf

Im amerikanischen Dokumentationsfilm von der Befreiung von Dachau vom 29. April 1945 kann man die unterschiedliche Kleidung gut erkennen – und man sieht, wie ein Häftling einen SS-Wächter angreift, dann noch ein anderer.

Zurück zur Dokumentation im Bunker: Es gab Sammler. die uns Exponate angeboten haben. Erstens sind die alle etwas komisch, mit einer seltsamen Nazi-Faszination. Zweitens wollten sie Geld. Uns geht es darum zu zeigen, wo Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus enden, nämlich in Krieg, Tod, Verderben und Untergang. Dazu brauchen wir keine Exponate. Und wir wollen nicht.