Lena macht ein Praktikum als Bunkerarchäologin bei Claudia Melisch

Lena mit Maske_720OLYMPUS DIGITAL CAMERA  Lena Kiste für Papier_462 OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA Lena Schlüssel_462
Lena Hufeisen_462
Lena Urzendowsky (oben) macht ein Schülerpraktikum und hat sagenhaft Glück.

Erstens, weil sie bei der bekannten Berliner Archäologin Claudia Melisch mitmachen darf. Claudia Melisch hat eine der bedeutendsten Ausgrabungen Berlins an der Petri-Kirche geleitet – auch viel andere.

Und zweitens, weil sie im Berlin Story Bunker (Anhalter Bunker) Anteil hat an echter Bunker-Archäologie-Pionierarbeit.

Vor der Erschließung der unteren Etage des Bunkers für die Öffentlichkeit lässt der Historiale e.V. diesen Teil des Bunkers wissenschaftlich bearbeiten.

Claudia Melisch und Berliner Unterwelten haben diese Aufgabe übernommen.

Lena, die angehende Bunkerforscherin, schreibt:

„… Frau Melisch und ich haben nun immer eine Schaufel voll in eine Schubkarre geschüttert und den Schutt dann auf alte Zeitungsartikel, Gebrauchs- oder Wertgegenstände durchsucht. Wenn wir etwas gefunden haben, musste ich entscheiden, um welches Material es sich handelt und den Gegenstand dann in die dafür vorgesehene Kiste legen. Insgesamt gab es vier Kisten: eine Kiste für Papier, eine Kiste für Holz und Stoff, eine Kiste für Plastik und Keramik und eine Kiste für Metall. Wenn die Karre durchsucht war, hatte ich die Aufgabe, sie weiter hinten im Bunker wieder auszuschütten …“

Foto 2 zeigt große Sammelstücke im Archäologielager.

Die Papierreste (3) kommen in eine Wanne und werden später ausgewertet.

Alle Sammelstücke (4) werden erfasst, bezeichnet und kommen in eine Tüte.

Größere Schilder (5) werden gereinigt und konserviert.

Auf dem Boden finden sich Rostabdrücke, zum Beispiel von Schlüsseln (6) und von einem einbeinigen Pferd (7), das dort sein Unwesen trieb – so erzählt Bunkerbetreiber Enno Lenze die Geschichte immer. Es könnte aber auch sein, dass es einfach ein Glückssymbol war.

Fotos: Lena Urzendowsky