Kreuzberger Senioren erzählen von früher

Im Kreuzberg Museum wurde heute das Buch “Stillstand und Bewegung. Menschen in Kreuzberg. Fotografien aus den 70ern und 80ern” aus dem Berlin Story Verlag vorgestellt, herausgegeben von Ellen Röhner und Erik Steffen (rechts, vortragend).

Die Buchvorstellung fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe STADT LAND BUCH des Buchhandelsverbandes statt.

Erik Steffen berichtete über die Zeit, um die es im Buch geht, Anfang der Siebziger bis Ende der Achtziger. Hausbesetzungen, Straßenschlachten (Foto rechts von Toni Nemes vom 1. Mai 1987), die Mauer und der Alltag.

Michael Hughes erzählte davon, wie er 1982 aus London nach Berlin kam, als die gewalttätigen Demos gegen Reagan stattfanden. Seine Freunde waren Marxisten (keine Trotzkisten!)  und militante Feministinnen …  „Sie waren sehr geduldig mit mir“. Zum Foto auf der Leinwand: „Ich war auch da, wir hatten einen Stand. Die Polizei kam auf zugerannt – pure Angst in den Augen.“

Wieland Giebel (Mitte) konnte über die frühe Zeit etwas sagen, wie Klaus der Geiger aus Köln auf dem Fest auf dem Mariannenplatz 1972 spielte.

Typisch Kreuzberg: Wenn eine Besucherin dauernd stört und man nicht weiß, ob sie voll oder krank ist, kann man sie nicht rausschmeißen und noch weniger die Polizei holen …

Das Buch gibt es in der Berlin Story Unter den Linden, im Kreuzberg Museum, überall im Buchhandel sowie in der Marheineke Halle in der Browse Gallery, wo die Ausstellung noch bis zum 1. Dezember 2012 in der Galerie über der Marheineke Hall zu sehen.