Film als Museum: Jörg Sundermeier in der taz zu „Filmlandschaft Berlin“

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Jörg Sundermeier, Buch-Autor, Journalist und Verleger (Verbrecher Verlag), hat sich den Text-Bild-Band Filmlandschaft Berlin. Großstadtfilme und ihre Drehorte von Nadin Wildt genau angesehen. In seinem taz-Kommentar Ein unfreiwilliges Berlinmuseum – Als der Gendarmenmarkt nach London gebracht wurde (kostenlos zu lesen nach der Pay-Wahl) begeistert er sich besonders für den frühen Berlin-Film, Skladanowskys Bioskop und Ruttmanns „Die Sinfonie einer Großstadt“. Hinzu kommt die Freude an der Drehortsuche:

 

„Ein Spaß, den dieses Buch seinen Leserinnen und Lesern bereitet, besteht ja gerade darin, dass man Filmorte wiedererkennen, dass man – eine mitgelieferte Karte hilft hier – die Orte auch aufsuchen kann. Teilweise hat dies die Fotografin Franziska Donath für dieses Buch auch getan, sodass man vergleichen kann zwischen damals und heute.“

 

Eins ist Sundermeier nach der Lektüre des Buches besonders klar geworden: Film konserviert die Stadt, auch jenseits der Touristenmotive.

 

Filme wie „Berlin – Ecke Schönhauser“ oder „Der Himmel über Berlin“ zeigen ihren Zuschauerinnen und Zuschauern ein Berlin, das sich auf alten Postkarten nicht finden lässt. Nadin Wildt hat uns in ihrem kenntnisreichen Buch also gezeigt, dass der Berlinfilm zugleich immer auch ein unfreiwilliges Berlinmuseum ist.“ – Jörg Sundermeier, taz vom 17.8.2016

 

Nadin Wildt: Filmlandschaft Berlin. Großstadtfilme und ihre Drehorte. Mit Fotografien von Franziska Donath, 128 Seiten, 160 Fotos, Berlin Story Verlag, 19,95 Euro.