Ich lese gerade …

ZhaoJie_Kleiner_PhönixUlrike Borowczyk von der Berliner Morgenopost hat sich länger nicht gemeldet. Sie fragt immer, was ich gerade lese und das kommt dann in der täglichen Serie, was Buchhändler gerade lesen.

Ich würde ihr berichten, dass ich gerade mit großer Freude das Buch von Zhao Jie lese, die in Peking zur Zeit der Kulturrevolution aufgewachsen ist, daran geglaubt hat (wie ich) und dann bald ernüchtert wurde (wie ich). Sie arbeitet auf dem Land (ich sechs Jahre in der Fabrik).

Über das Buch Kleiner Phoenix mit einem Trailer-Video mit Zhao Jie kann man hier etwas erfahren …

Der eigentliche Grund für diesen Blog-Eintrag ist aber ein anderer. Wir freuen uns so über das Buch und besonders über den Erfolg des Buchs, weil wir  Zhao Jie außerordentlich schätzen und ihre Arbeit kennen.

Sie hat für unseren Film The Making of Berlin die Übersetzung gemacht. und ich erinnere mich genau daran, wie sie im Tonstudio mit großem Ernst und Nachdruck bei der Tonregie den chinesischen Sprecher genau kontrolliert hat, jede Betonung, jeden Take sauber sprechen ließ, immer nachhörte.

Wie das kommt und auf welch ungeheurem Erfahrungsschatz von Zhao Jie das beruht, erfährt man hier im Tagebuch vom 27. November 2010 und im Tagebuch vom 29. Januar 2004.

Sie hatte schon vor zehn Jahren mehr als 40 Filme aus dem chinesischen übersetzt, darunter alle großen, bekannten Kinofilme.

“Entweder Du machst Geschichte, oder Du wirst von der Geschichte herumkommandiert.”