Hong Kong und was das mit dem Bunker zu tun hat

Hong Kong ist ständig im Gespräch bei uns.  In Berlin dagegen ist das Leben so schön, angenehm, ohne Druck. Was in Hong Kong passiert, hat so viel mit dem zu tun, was wir im Bunker darstellen. Ein demokratischer Staat wird bedroht.

Neulich kam ein Besucher in den Bunker, der das thematisierte – ein Deutscher, der in Hong Kong lebt. Überall auf der Welt werde man als Deutscher auf Hitler angesprochen. Jeder kennt ihn, auch wenn er auf einer Karte Deutschland nicht zeigen kann. Für Schulkinder in Hong Kong sei Hitler ein Thema. Peking sei es nicht gewohnt zu verhandeln oder auch nur einen Millimeter nachzugeben, kulturell und politisch. Leider fänden sich in dem, wie Peking China regiert, viele Parallelen zum Dritten Reich. Meinungsfreiheit, freie Medien, Demokratie, Rechtsstaat existieren nicht. Der Staat sei allmächtig und könne mit jedem Einzelnen machen, was immer er möchte. Die Demonstrationen gingen dieses Mal quer durch die Gesellschaft, quer durch die Einkommensschichten, zumindest bis zur höheren Mittelschicht. Der Superreiche lebt ja meist in jedem System und unter jedem Regime gut.

Nun fürchteten viele Hongkonger, dass das, was Hongkong ausmacht, die Medienfreiheit, der Rechtsstaat, freie Meinungsäußerung, das Demonstrationsrecht, von Peking genommen wird, dass Hongkong nur eine weitere Stadt in China sein wird. Es benötige also enorme Zivilcourage, auf die Strasse zu gehen, wie bei anderer große Veränderungen. Auf der anderen Seite ist ein Szenario mit chinesischen Panzern in den Strassen Hongkongs nicht völlig ausgeschlossen. Dies wäre allerdings das Ende Hongkongs wie wir es kennen.

Bunkerchef Enno Lenze wird gegen Ende diesen Jahres wieder in Hong Kong reden. Zuvor ist er im kommenden Monat in Kurdistan/Nord-Irak bei den Peshmerga an der Grenze zum Iran. Dort dringen die vom Iran gestützten Milizen vor und auf der anderen Seite der autonomen Region Kurdistan organisiert sich der IS wieder und greift an.