„Hitler – wie konnte es geschehen“ — Kommentare via Mail und aus dem Gästebuch

Email von F. P. [1977], stark zusammengefasst (auf etwa ein Zehntel):

Endlich! Endlich fand ich mit Ihrer Ausstellung ein überwältigendes Angebot an Informationen. Mich führte Ihr Titel „Hitler wie konnte es geschehen“ von Hamburg nach Berlin. Wir müssen unsere Geschichte kennen, um daraus lernen zu können, um Fehler zu erkennen und sie nicht zu wiederholen. Das geht nur mit objektiver und umfangreicher Information. Glücklicherweise erlaubt uns unser Grundgesetz, dass sich jeder Mensch eine eigene Meinung bilden darf.

Ihre Ausstellung liefert einen sehr großen, umfangreichen und erdrückenden Materialbestand zur eigenen Meinungsbildung. „Wie konnte es geschehen“, ich finde es gut, dass diese Frage mehrfach wiederholt dem Besucher ins Gedächtnis geholt wird.

Für mich entscheidende Kapitel in Ihrer Ausstellung sind die Jahre zwischen den Kriegen. Diese Teile zeigen deutlich, wie Hitler zu dem Diktator wurde, den wir kennen. Und wie verhindern wir nun, dass
solch ein Mensch wieder an die Macht kommt? Ich denke, das geht nur mit Aufklärung und dem Zugeständnis der freien Meinungsbildung an jeden einzelnen Menschen in unserem Land. Ihre Arbeit ist ein wichtiger Teil dazu! Herzlichen Dank dafür!

Wir sollten aus dieser Situation aber auch lernen, dass niemand etwas zu verschenken hat. Ich finde, wir stehen gerade erneut vor solch einer Prüfung bei den großen Internet-Konzernen. Nur scheinbar bekommen wir fast alles geschenkt im Netz. Doch bezahlen wir das mit Informationen über uns selbst. Wir geben damit bereitwillig unsere Freiheit auf. Ich befürchte, dass uns das zum Verhängnis werden wird. Wer jedoch den mahnenden Finger hebt, wird allgemein als verrückter Spinner abgetan.

Ich möchte mich tief beeindruckt von Ihrem Werk für die fast fünfeinhalb Stunden neuer Informationen bedanken. Ich war mit genau der Leitfrage „Wie konnte das geschehen“ nach Berlin gekommen, habe die ersten Stationen Ihrer Ausstellung aufgesogen und war nach ein paar Stunden überwältigt. Insgesamt war ich von der Fülle der Informationen überrascht. Bei Ihnen bin ich um 11 Uhr gestartet und hatte mir für den Rest des Tages nichts weiter vorgenommen. Bereits nach kurzer Zeit hatte ich vergessen, in welchem geschichtsträchtigen Gebäude selbst, die Ausstellung steht. Die einzelnen Tafeln hatten mich in den Bann gezogen und ließen mich meine Umwelt vergessen.

Beeindruckend realistisch fand ich da den Augenzeugenbericht von Waltraud Süßmilch, die als 15-jähriges Mädchen in den letzten Stunden im Bunker war und bei der Überflutung evakuiert wurde.

Pausen hätten mir vermutlich gut getan, jedoch kam ich gar nicht auf die Idee, weil die Ausstellung so spannend und die einzelnen Stationen gut aufeinander abgestimmt waren. Ich wollte sofort wissen, wie es weiter geht.

Ich danke Ihnen ganz besonders für diese großartige und einmalige Zusammenstellung imposanter, großer und kleiner und besonders persönlicher Informationen.“