Hitler tot erklärt – heute vor 60 Jahren

Das Standesamt Berlin stellt die amtliche Todesurkunde für Adolf Hitler aus – Nr 29050. Das war heute vor 60 Jahren, am 28. Dezember 1956.

Tot war er schon etwas länger, seit dem 30. April 1945, Selbstmord im Bunker.

Bei der Führung „Dokumentation Führerbunker“ kommt das heute vor. Um 12 Uhr die Tour auf deutsch ist online ausverkauft, an der Kasse gibt es Restkarten.

Für die englischsprachige Tour um 14 Uhr sind noch einige Tickets da.

Warum eine Todesurkunde? Gab es damals schon Menschen, die behaupteten, er sei irgendwie mit dem britischen Geheimdienst oder dem Vatikan oder dem Office of Strategic Services OSS, also dem Vorgänger des CIA, in einem U-Boot nach Südamerika abgerauscht? Kann sein.

Aber es ging um etwas ganz Profanes, die Erbschaft. Nur Tote kann man beerben. Und Hitler war doppelt tot: Gift und gleich danach der Schuss in den Kopf. Und was passierte dann mit ihm?

 

Hitler on the rocks

(Auszug aus Harald Sandner „Hitler – das Itinerar“, erschienen im Berlin Story Verlag, Seite 2367)

5. Mai 1945: Mitglieder der sowjetischen Spionageabwehr
Smersh der 3. Stoßarmee, Hauptmann Derjabin
und Chauffeur Cibochin sowie der Chef
des 79. Bataillons Ivan Klimenko, graben die
Leichen am frühen Morgen aus (zweite Exhumierung),
legen die in eine Decke gewickelten
menschlichen Überreste in eine Munitionskiste
und transportieren sie ca. 20 Kilometer
vom Stadtteil Mitte durch die Stadtteile Prenzlauer
Berg, Weißensee, Heinersdorf, Blankenburg
und Karow in das sowjetische Feldlazarett
Nr. 496 nach Berlin-Buch in das Krankenhausgelände
in der Wiltbergstraße 110 (Institut für
Pathologie Haus 132). Dort werden sie im
Keller des Leichenschauhauses auf Eis gelegt.