Hitler Stadt Coburg — CSU will kein Geld für Historiker-Kommission ausgeben — Süddeutsche berichtet über modrigen nachgeschmack

Hitlers Herzog von Harald SandnerOlaf Przybilla berichtet in der Süddeutschen Zeitung darüber, dass die CSU in Coburg kein Geld für die Historikerkommission ausgeben will. Coburg war Germany’s first NAZI town. Im Mai 2015 hatte der Stadtrat Coburgs beschlossen, dass es an der Zeit sei, dieser unrühmlichen Rolle nachzugehen.

 

Viel zu tun hätte die historische Kommission nicht. Denn der Harald Sandner hat genau zu diesem Thema ein Buch mit mehr als 550 Seiten geschrieben – Hitlers Herzog. Seitdem gilt Sandner in Coburg als Paria, als Ausgestoßener. Aber irgendwie kam es dann doch zu dem Stadtratsbeschluss.

Hitlers Herzog: „Coburg wird zur ersten nationalsozialistisch regierten Stadt Deutschlands. Das Regime honoriert das Engagement des Herzogs mit der Ernennung zum Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes … Als Sonderbeauftragter der Reichsregierung ist er mehrfach im Ausland unterwegs.“

 

In der WELT schreibt Sven Felix Kellerhoff: „Fortan wehte die Hakenkreuzflagge auf dem Coburger Rathaus. Die NSDAP-Fraktion sorgte auch dafür, dass Hitler Ehrenbürger wurde – schon Ende Februar 1932, elf Monate vor seiner Ernennung zum Reichskanzler. …“

 

Schöne braune Soße, oder, wie es bei Olaf Przybilla in der Süddeutschen Zeitung heißt, ein mordriger Nachgeschmack in Coburg.

 

Harald Sandner ist der Autor des Hitler Itinerars , das im April 2106 im Berlin Story Verlag erscheint.