Zeitungsmeldungen zum Bunker nach 1945

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Die Welt, 5. November 1946

Alle Berliner Bunker müssen auf alliierten Befehl gesprengt werden, gleichgültig, welchem gemeinnützigen Zweck sie inzwischen zugeführt wurden. So ist im Zoo-Bunker die Seuchen-Abteilung des Robert-Koch-Krankenhauses untergebracht, in einem Kreuzberger Bunker ein Jugendgefängnis und im Bunker am Anhalter Bahnhof eine Reichsbahn-Gepäckstelle. Andere Bunker dienen als Hotels oder Lebensmittellager.

Neue Zeit, 17. Juni 1947

Eine Sprengung des großen Bunkers am Anhalter Bahnhof würde den Tunnel der Nord-Süd-Bahn in große Gefahr bringen. Die Eisenbahndirektion Berlin hat sich deswegen an die Militärregierung gewandt, um die Gefahren für die wichtige und mit vielen Schwierigkeiten erst wieder hergerichteten Strecke abzuwenden.

Spandauer Volksblatt, 7. Januar 1948

Der 16jährige Ulrich Sch. wurde im Bunker des Anhalter Bahnhofs mit einer Schusswaffe in der Tasche festgenommen. Nach seiner Angabe hatte er einen Raubüberfall auf ein Pelzgeschäft geplant. Er wurde den Besatzungsbehörden übergeben.
Telegraf am Abend vom 26. September 1949: Im Anhalter Bunker hat das Rote Kreuz ein Nachtasyl eingerichtet.

Der Sozialdemokrat, 16. August 1949

Zwei Personen schlafen in einem Bett, die Luft ist furchtbar, ein Fremder, der den Raum betritt, fällt um. Für 150 Personen steht nur ein Waschbecken zur Verfügung.“ Diese Schilderung gab uns ein Ostzonenflüchtling über den Bunker am Anhalter Bahnhof. Unser Reporter verbrachte eine Nacht in diesem Lager.

Der Telegraf, 26. Juni 1950

Am Sonnabend kam es abends am Anhalter Bunker zu einem Zwischenfall, als S-Bahnpolizisten, die am Bahnhof Friedrichstraße stationiert sind und zwischen Friedrichstraße und Anhalter Bahnhof pendeln, versuchten, drei Jugendliche festzunehmen, die im Verdacht des Metalldiebstahls auf dem Bahngelände standen.
Die Entführung in den Ostsektor durch die Bahnpolizei misslang jedoch, da sich Passanten einschalteten und das Einsatzkommando Kreuzberg riefen. (Erklärung: Sie S-Bahn gehörte auch im Westen zu Ost-Berlin)

Der Tag, 9. Juli 1950

Die Flüchtlinge kritisieren, dass alle Flüchtlinge, die sich morgens registrieren lassen, abends bereits den östlichen Stellen bekannt sind … Die Flüchtlinge kritisieren, dass alle Flüchtlinge, die sich morgens registrieren lassen, abends bereits den östlichen Stellen bekannt sind …

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