Historiale 2014, so könnte es werden

Am Sonnabend, dem 20. Mai 2011, besuchte uns die Journalistin Anna Litvinenko aus St. Petersburg von GEO Rußland. Visit Berlin (früher Berlin Tourismus Marketing) hat Anna dankenswerterweise zu uns geschickt. Anna schreibt über Berlin und wollte wissen, warum Berlin so hip ist. Jetzt wissen wir, wie die Historiale 2014 werden kann.

Berlin und St. Petersburg – das ist der Aufhänger zu dieser Geschichte. Versetzen wir uns ins Jahr 1814. Napoleon war geschlagen.
Wir erinnern uns an die erste Historiale, wie Napoleon am 27. Oktober 1807 in Berlin mit seinen Truppen einzog. Diese Szene stellten wir mit Marc Schneider als Napoleon und mit 200 historisch gekleideten Soldaten 2007 am Brandenburger Tor nach. So begann die Historiale. So kamen wir erstmals in HEUTE und die TAGESSCHAU. So fingen wir an, Geschichte lebendig zu machen.
1814 war dann Ende mit Napoleon. Das möchten wir gern im August 2014 nachstellen. Die Szene war so: Vom Brandenburger Tor an bis zum Lustgarten befanden sich auf der Mittelpromenade der Linden Tafeln, an denen die Russe, die entscheidenden und starken Verbündeten Preußens, von König Friedrich Wilhelm III. bewirtet wurden.

„Die sämmtlichen Truppen, Russen und Preußen zusammen, wurden heute vom König festlich bewirthet; die Tafeln standen dicht gereiht über den ganzen Lustgarten und die Linden entlang bis an das Brandenburger Thor“, notierte Gräfin von Voß, vergleiche das im Berlin Story Verlag erschienene Buch „69 Jahre am preußischen Hofe – Aus den Erinnerungen der Oberhofmeisterin Sophie Marie Gräfin von Voss, mit einem Vorwort von Wieland Giebel“ 6. Auflage, Seite 309.

„Der König mit dem Militärgefolge ging überall selbst umher, an jedem Tisch die Leute zu sehen und zu begrüßen …“

Die älteste Tochter des Königs und seiner verstorbenen Frau Königin Luise war aus St. Petersburg gekommen, Zarin Alexandra, die Preußin auf dem Zarenthron. Sie war verheiratet mit Zar Nikolaus I. Nikolaus war also der Schwiegersohn von Friedrich Wilhelm III. Erst eine Woche zuvor war der König vom Friedensschluss aus Paris zurückgekommen. Alexandra (als Charlotte von Preußen aufgewachsen) hatte ihn auf einem hölzernen Podium am Brandenburger Tor erwartet. Erst in der Nacht zuvor war die von Napoleon geraubte Quadriga wieder aufgestellt worden.

Diese Szene, den herzlichen Empfang der befreundeten russischen Truppen am 15. August 1814, möchten wir am Sonntag, dem 17. August 2014 nachstellen. Gedeckte Tafeln auf der Mittelpromenade vom Brandenburger Tor bis zum Lustgarten.

Mit Anna Litvinenko aus St. Petersburg könnten wir die Historiale 2014 planen.