Historiale 2012 und 2013

Die Planung für das kommende Jahr 2012 und das Jahr 2013 schreitet voran. Im Jahr 2012 wird thematischer Schwerpunkt der Historiale die 775-Jahr-Feier Berlins sein unter dem Motto: 775 Jahre Vielfalt. Im Jahr 2012 geht es um den Rückblick auf das Jahr 1933. Thema wird sein „Verlorene Vielfalt“.

Bei den folgenden Informationen geht es um unsere Planung. Im Nikolaiviertel findet von Freitag, dem 24. August 2012 bis zum Sonntag, 26. August 2012 die Historiale zum Thema „775 Jahre Vielfalt“ statt. Es wird wieder viel Musik geben und mehr Stände. Dazu werden wir die Menschen, Gruppen und Vereine einladen, die im Laufe der Zeit nach Berlin gekommen sind und die Vielfalt ausmachen. Von den Hugenotten bis heute. Diese Planung steht, wir bereiten bereits vor. Am Sonnabend, dem 25. August 2012 könnte es eine große Parade durch 775 Jahre Berlin geben mit vielen hundert Teilnehmern, viel Musik, sehr international durch das Brandenburger Tor zum Lustgarten. Abhängig ist das von der Finanzierung, die noch nicht endgültig geklärt ist.

 Umzüge zur Stadtgeschichte gab es bereits im August 1933 und im Jahr 1987 in der DDR. Das ist uns bewusst. Bei uns ist es aber anders. Wir machen das freiwillig und gern. Es kommt aus dem Volk und für das Volk. Wir machen keine Propaganda. Bei uns fährt nicht auf jedem Wagen die Stasi nicht. Und einen FFK-Wagen wie 1987 gibt es auch nicht – das war das Highlight damals.

Der Berlin Story Verlag bereitet ein Buch vor zur Gründungsgeschichte, nicht zu dick mit vielen Abbildungen. Das Buch soll auch auf die vielen aktuellen Ausgrabungen eingehen, weil Kulturprojekte und die Archäologen einen Schwerpunkt mit Rundgängen planen.

Außerdem bereiten wir einen Film vor, der die Geschichte Berlins von der Gründung bis heute in 45 Minuten zeigt und einer großen Zeitschrift am 22. August 2012 beigelegt wird, also direkt vor der Historiale.

Zwischen der Historiale Ende August 2012 und der offiziellen Feierlichkeit am 28. Oktober 2012 wollen wir die Stadtführer anregen, die Themen und Orte zur Stadtgeschichte aufzugreifen. Damit kann das Thema intensiv und unter vielen Aspekten beackert werden.

Über die Planungen sind auch Visit Berlin und Berlin Partner informiert.

 Geplant ist weiterhin ein Programmheft in hoher Auflage, in dem alle diese Veranstaltungen aufgeführt sind.

Norman Kirsten ist bei uns verantwortlich für die Koordination. Wer also teilnehmen möchte oder Ideen hat, möge sich an ihn wenden.

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Wir werden auf der Internetseite der Historiale von jetzt an berichten, was es Neues gibt, wie der Stand der Dinge ist.

Im Jahr 2013 geht es um die Zeit des Nationalsozialismus – ein schwieriges Thema für eine Veranstaltung wie die Historiale, aber wir werden uns nicht darum drücken.

Die Vorbereitungen dazu laufen schon sehr lange, seit mehr als einem Jahr. Mehr als hundert Gruppen, Vereine, Museen und Initiativen sind an dem Themenjahr beteiligt. Wir möchten zunächst den Jahreskalender Berlin, der seit einigen Jahren im Berlin Story Verlag herauskommt, diesen Veranstaltungen, den Initiativen und dem Thema widmen. Im Rahmen dieser vielen Gruppen möchten wir uns gern um ein Thema kümmern, das  neben dem jüdischen Berlin, dem Widerstand und den guten Themen untern Tisch fällt, nämlich den Profiteuren wie Leni Riefenstahl, Albert Speer und ähnlichen Konsorten. Wenn wir das schaffen, möchten wir auch gern mit Schauspielschulen zusammen darstellen, wie Leute zu Nazis wurden, wie Pfarrersohn Horst Wessel dazu kam wie bei der AOK nach kurzer Zeit auf einmal so viele Nationalsozialisten arbeiteten.

Natürlich wird es im Nikolaiviertel auch viel Musik geben, denn auch zur Zeit des Nationalsozialismus wurde amerikanischer Jazz gehört. Darüber berichtet dann DJ-Grammophon.