Herschel Grünspan – von Armin Fuhrer, erscheint im Herbst

650-vorl. Verlagsprogramm BSV Herbst 2013_Herschel

7. November 1938.
Um 9.35 Uhr schießt der 17-jährige Jude Herschel Grynszpan in der deutschen Botschaft in Paris auf den Legationssekretär Ernst vom Rath.

Als dieser zwei Tage später stirbt, am 9. November 1938, gibt Hitler den Startschuss zu den Ausschreitungen gegen die Juden in Deutschland, die unter dem Namen Reichspogromnacht bekannt sind.
Die Nationalsozialisten behaupten, hinter Herschels Tat stehe das „internationale Judentum“ und das Dritte Reich müsse sich dagegen wehren.

Seitdem stellen sich viele Fragen, es ranken sich eine große Anzahl von Mythen und Legenden um den Täter und sein Opfer.

Warum hat Herschel ein Attentat auf den Deutschen verübt?
Hatten beide ein homosexuelles Verhältnis, handelte es sich also um eine Beziehungstat, wie Historiker heute behaupten?
Hatte Grynszpan Hintermänner und Helfer?
Überlebte der junge Jude Krieg und Holocaust, wie immer wieder vermutet wurde?
Und schließlich: War Ernst vom Rath der überzeugte Nationalsozialist, als den Propagandaminister Joseph Goebbels ihn feiern ließ?
Armin Fuhrer hat zahlreiche Dokumente gesichtet, darunter erstmals ertliche bislang gesperrte Unterlagen.
Dabei tauchten auch neue Fragen auf.

Die wichtigsten lauten: Ist Herschel Grynszpan überhaupt der Mörder Ernst vom Raths?

Und warum war der NS-Führung der geplante und dann geplatzte Schauprozess 1942 so wichtig?

Das vorliegende Buch ist die erste seriöse Untersuchung des Falls Grynszpan/vom Rath. Es gibt neue Antworten auf alte Fragen – und neue Antworten auf neue Fragen.

Nicht zuletzt bietet es die tragische Geschichte zweier junger Männer, die zwischen die Fronten der großen Weltpolitik gerieten.

Manche Historiker meinen, über Herschel sei schon alles geschrieben. Sie werden sich wundern!