Haselhorst: Buchkritik eines Bibliophilen

Neben Fans von Architektur- und Stadtgeschichte begeistern sich auch professionelle Buchliebhaber für den großformatigen Bildband über Haselhorst aus dem Berlin Story Verlag.

Der Antiquar Jürgen Holstein ist ein herausragender Kenner der Buchgeschichte des 20. Jahrhunderts und wurde für sein Buch „Blickfang“ über Buchumschläge der Zwanziger Jahre mit dem Antiquaria-Preis für Buchkultur (2006) ausgezeichnet. Über „Moderne Baukunst in Haselhorst“ von Michael Bienert schreibt er:

Das Buch ist ein gelungener Wurf und dem Thema angemessen. Der Autor hat offensichtlich wieder einmal enorme Studien getrieben und trockene Fakten in einen gut lesbaren, faktenreichen Text verwandelt, in den sich auch Laien ganz schnell einlesen. Die Siedlungsgeschichte ist spannend, Gropius ist diesmal nicht der Held, was ja auch mal Spaß macht, zu erfahren. Das Hauptthema, die große Leistung: Menschenwürdigen Wohnraum zu schaffen für breite Schichten. Richtig, dass die „Erpresste Idylle“ der NS-Zeit nicht unterschlagen wird. Ausstattung des Buchs, Gestaltung und Photos, Format, Gewicht und Größe, Einband: Alles stimmt (…) Resumé: Eine überfällige Bereicherung zu den Themen Moderne Architekturgeschichte Berlin und Sozialgeschichte der Stadt. Außerdem Wiederaufbau, Renovierung und Modernisierung in mustergültiger Weise und die Erfolgsgeschichte eines öffentlichen Unternehmens in Berlin.

 

Mehr zu Jürgen Holstein.

Mehr Artikel zum Buch Moderne Baukunst in Haselhorst hier.

 
 
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