Harald Sandner mit dem Hitler-Itinerar in Deutschlandradio Kultur

Harald Sandner Deutschland Radio KulturIm Gespräch mit Philip Artelt von Deutschlandradio Kultur kann Harald Sandner ausführlich erläutern, was es mit dem Hitler-Itinerar auf sich hat.

 

Was klingt wie die Hitler-Tagebücher, ist diesmal nicht gefälscht. 2000 Seiten in vier Bänden. Doch der Autor heißt nicht Adolf Hitler oder Konrad Kujau. Der Autor heißt Harald Sandner. Ein Vierteljahrhundert lang hat der Hobbyhistoriker aus Coburg ein Itinerar erstellt. Eine detaillierte Chronologie der Aufenthaltsorte und Tagesabläufe Adolf Hitlers. Warum? Seine Heimatstadt Coburg war eine Hochburg des Nationalsozialismus.

 

„Keine Konkurrenz – sondern Ergänzung zu bisheriger Literatur“

„Ich sehe mein Werk ja auch nicht als Konkurrenz zu bisherigen Hitlerbiographien, es gibt ungefähr 80 seriöse Hitlerbiographien, sondern als Ergänzung. Zukünftige Autoren sollen sich meinem Werk bedienen, um nicht mehr in die Fehlerfalle zu laufen.“

Angst davor, dass sein Buch von glühenden Hitler-Verehrern missbraucht wird, hat er nicht. Mit mehreren hundert Euro sei das Itinerar zu teuer. Sandner setzt auf Aufklärung.

„Mit meinem Werk verschwinden auch auf lokaler Ebene diese ganzen Legenden und Erzählungen: War er nun bei uns oder nicht? Sind wir sauber oder nicht?“

Sandner scheint besessen von der Wissenschaft, von der perfekten Aufarbeitung geschichtlicher Daten. So sehen das auch seine Freunde, sagt er: „Für die bin ich halt in Anführungsstrichen verrückt, das muss man auch sein, wenn man da nicht besessen ist, dann leistet man sowas auch nicht.“

 

Harald Sandner — hier lesen und hören in Deutschlandradio …

 

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