Hans Scharoun — Buchvorstellung

Hartmut Dreier, einer der drei Herausgeber des Buchs über Hans Scharoun, berichtet in der Buchhandlung Walther König vor mehr als 70 fachkundigen Besuchern über „Hans Scharoun im Ruhrgebiet“, erschienen im Berlin Story Verlag.

Manche Schülerinnen und Schüler haben total Glück. Zu Ihnen gehört Kerstin Uttendorf, die Opernchefin in Darmstadt, die die 12-Stunden-Abel-Lesung am vergangenen Sonntag ins Leben gerufen hatte und die ganz beglückt war, dieses Buch mit ihrer Scharoun-Schule in Lünen auf dem Cover zu sehen. „Meine tolle Schule – es war ein Traum, sich jeden Tag in dieser Architektur bewegen zu können.“

Die Schüler haben den Eindruck, es ist unsere Schule, die Lehrer kommen zu uns. Wir haben eine Klassenwohnung mit Terrasse und kleinem Garten, mit Kunstatelier und Werkstatt.

Hartmut Dreier: „Beim Bauhaus verfolgt einen der rechte Winkel. Scharoun ist organisch wie die Natur. Die Gemeinschaft stiftenden Schulen haben wie die Kinder Gesicht, Charakter, Ausstrahlung – offen, einladend. Heute bevorzugen Architekten wieder den Kasernenstil.“

In Berlin werden jetzt Schulen für 5 Milliarden Euro gebaut. Für Schüler? Man hat den Eindruck, für Plattenbau-Verkäufer. Nichts von Kulturiertheit, wie Scharoun das nannte.