Gretchen Dutschke im Stadtmuseum

Gretchen_Dutschke_01 Gretchen_Dutschke_02Gretchen Dutschke stellt im Stadtmuseum Berlin im Gespräch mit Christine Friedrich das von ihr herausgegebene Buch mit dem Briefwechsel zwischen ihrem Mann Rudi Dutschke und dem Literaten und Terroristen Peter Paul Zahl vor, der zu der Zeit in Werl im Gefängnis einsaß.

 

Die Briefe im Buch „Wut und Mut“ stammen aus den Jahren 1978 und 1979, wurden also längere Zeit nach den gesellschaftlichen Aktivitäten der Protagonisten ausgetauscht.

 

Christine Friedrich, Leiterin des Verlags M, berichtet zur Entstehungsgeschichte, dass seit 2011 ein Teil des Schriftwechsels vorlag und das Hamburger Institut für Sozialforschung geholfen habe, ihn zu vervollständigen.

 

Gretchen Dutschke, seit einigen Jahren wieder in Berlin, berichtet über ihre Odyssee nach dem Attentat auf ihren Mann zu Hans Werner Henze nach Italien, später zu Erich Fried nach London, dann nach Aarhus.

 

In den Briefen geht es darum, welche gesellschaftlichen Veränderungen die 68er-Bewegung in Gang gesetzt habe, die gewerkschaftlichen Kämpfe seien sonst nicht denkbar gewesen, die Frauenbewegung, die Friedensbewegung sei angestoßen worden. Familienstrukturen sowie Kindererziehung haben sich geändert und überhaupt sei die bürgerliche Revolution erst 1968 vollendet worden.