Goebbels, der Bock von Babelsberg – entartete Kunst

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„Der Bock von Babelsberg“ wurde dieses Gemälde (rechts) von Oskar Zügel aus dem Jahr 1933 im Volksmund genannt. Der eigentliche Titel lautet „Der Propagandaminister“.

Die volkstümliche Interpretation spielt auf die Darstellung weiblicher und männlicher Teile an sowie auf das ausschweifende Leben des verkrüppelten Reichspropagandaministers mit seinen vielfältigen Beziehungen zu den Stars und Sternchen in Babelsberg.

„Verfemt – verfolgt – vergessen“ heißt die Ausstellung über Kunst und Künstler im Nationalsozialismus mit Werken aus der Sammlung Gerhard Schneider.

Sie findet statt im Rahmen des Themenjahrs Zerstörte Vielfalt.

Die Ausstellung im Ephraimpalais ist ab Sonnabend, dem 16. März 2013 bis zum 28. Juli 2013 geöffnet.

Bei der Vorbesichtigung trafen sich Mitglieder der Freunde und Förderer des Stadtmuseums sowie Mitglieder des Museums für verfemte Kunst.

Die Ausstellung mit dem Gemälde „Reichpropagandaminister“ im Essener Volkwangmuseum wurde am 5. März 1933 geschlossen – „degeneriert.“

Das Gemälde fand sich weit nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Maschinenraum der Stuttgarter Nationalgalerie.

Viele Maler wurden damals vom Blockwart oder von Polizisten kontrolliert – sie durften nicht malen.

Zwei Drittel der Gemälde dieser Generation ging durch die Bomben verloren.

Das Interesse an dieser Austellung ist – wie man rechts sieht – überwältigend. Selten waren so viel Besucher bei der Vorbesichtigung.
Die Ausstellung ist außergewöhnlich. So etwas haben wir noch nicht gesehen.

 

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Sammler Dr. Gerhard Schneider führte persönlich.

Ausführliche Führungen mit ihm kann man in der Langen Nacht der Museen mitmachen, also am Sonnabend, dem 16. März 2013 von 21 Uhr bis Ultimo, meist gegen ein oder zwei Uhr.

Ich lege den Besuch nahe.

Mehr zur Ausstellung …

 

 

 

 

 

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„Männlicher Akt“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Verfolgt3_Ausstellungseinladung

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Ausstellungen zur „Entarteten Kunst“ gab es nicht nur in München 1937, sondern anschließend in vielen Städten, so auch in Berlin im Haus der Kunst. Diese Postkarte ist eine der weiteren absoluten Raritäten dieser Ausstellung im Ephraimpalais.