„Gleisdreieck“ in Deutschlandradio — Lebensgefühl West-Berlin — super Sendung

Gleisdreieck in Deutschandradio KulturThomas Jaedicke stellt eine halbe Stunde lang die Grafische Erzählung „Gleisdreieck“ von Jörg Ulbert und Jörg Mailliet aus dem Berlin Story Verlag vor – toller Text, super Musik!

Lebensgefühl West-Berlin, Gleisdreieck, Berlin in den 80er Jahren, super Musik, Interview mit Jörg Ulbert, hier geht es zur Sendung …

 

Der Text der Sendung zum Lesen und Bilder gucken …

 

… Ein geschütztes Reservat für Lebenskünstler

Platz zum Experimentieren gab es genug. West-Berlin, der große Abenteuerspielplatz. Gleisdreieck zeigt viele Orte, an denen diese eigenartige Weite in der eingeschlossen Stadt spürbar war. Verfallene, postindustrielle Brachen so wie die Gegend um das Gleisdreieck. Oder das weitläufige Areal am Westhafen, der riesige Tiergarten. Schauplätze im Kontrast zu den engen Arbeitervierteln in Kreuzberg oder am Wedding.

Ulbert: „Die Stadt ist mir in Erinnerung als groß. Das ist das Einzige, woran ich mich wirklich erinnern kann. Ich hab immer wieder Viertel oder Straßen gesehen, die mir vorher nie untergekommen waren.“

Die Mauerkinder Ulbert und Mailliet haben in Gleisdreieck immer auch die Orte, an denen man diese eigenartige Westberliner Weite fand, im Blick. Das Offene, Unverstellte, Großzügige. Eine ganzseitige Zeichnung zeigt den prachtvollen Kaiserdamm, Blickrichtung hinunter zur Siegessäule. Ein heißer Sommertag und trotz der vielen Autos, die die vielspurige Straße verstopfen, spürt man diese eigenartige Westberliner Offenheit …