Gedenkstätte Hohenschönhausen & Stasi Museum

Gedenkstätte Innenhof mit Museumsdirektorenbüro rechts oben

Gedenkstätte Innenhof mit Museumsdirektorenbüro rechts oben

Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen der Stasi: Hohenschönhausen und das Stasi Museum in der Ruschestraße waren auf dem Programm. Zwei große Komplexe, die für den Schrecken des Ministeriums für Staatssicherheit in  der DDR stehen.

In der Gedenkstätte Hohenschönhausen geleitete uns am Freitag unser kompetenter Guide über das Gelände und beschrieb sehr anschaulich, wie der Isolationsterror der Staatssicherheit funktionierte.

Er führte uns die langen Flure entlang von denen die Zellen und Verhörräume abgingen, in denen die Inhaftierten den Psychoterror, die Dauerkontrolle und die Bespitzelung durch Mitgefangene ertragen mussten. Zu den perfiden Methoden des MfS gehörte die Depersonalisation der Inhaftierten, indem man sie zu ihren Zellennummern degradierte, das Verhindern des Blicks auf die Außenwelt durch Glasbausteine und das Unterbinden von zufälligen Begegnungen auf den Wegen zum Verhör. Der Verhörende sollte der einzige echte menschliche Kontakt sein.

Die bedrückende Einsamkeit der Flure

Die bedrückende Einsamkeit der Flure

Alles zum Zwecke der Manipulation, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Eine perfide Zermürbungstaktik, die durch die Kontrolle des Schlafverhaltens noch verstärkt wurde und unsichtbare tiefe Narben in der Psyche der Gefolterten hinterließ.

Isolation und Kontrolle: Je mehr ich mich auf die Schilderungen einlasse und je mehr ich darüber nachdenke, desto stärker wird mein Unbehagen angesichts meiner noch frischen Erinnerung.

Mehr zu meinem Stasiwochenende gibt es heute Abend in diesem Blog.

Auf dem Hoffoto erkennt man oben rechts im übrigen das Büro von Herrn Knabe, des Leiters der Gedenkstätte, der heute darüber wacht, dass wir über die Schrecken dieser Einrichtung informiert bleiben.

 

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