Gedenken 2.0

Eine App zum Gedenken an den Holocaust, wie passt das zusammen?

Nun, im Mai 2008 erklang am Denkmal für die ermordeten Juden Europas anlässlich des dritten Jahrestags der Einweihung erstmals das eigens für diesen Ort komponierte Konzert „Vor dem Verstummen“. Tausende begeisterte Zuschauer lauschten dem Werk, das von 24 Musikern dargeboten wurde, die im gesamten Stelenfeld verteilt waren. Dadurch entstand ein einzigartiges Klangerlebnis, das von den Besuchern begeistert aufgenommen wurde, aber wegen des enormen Aufwands nur ein einziges Mal aufgeführt werden konnte. Damit dieses Gefühl, das ein Konzert dieser Art an einem Ort des Gedenkens hervorruft, auch in Zukunft noch vielen Besuchern vermittelt werden kann, haben sich die Kollegen vor Ort etwas Geniales einfallen lassen:VKiD_Smartphone_WEB
Das Konzert kann seit dem letzten Sommer mittels einer Smartphone-App reproduziert werden. Sobald der Besucher die App im Holocaust Denkmal startet, erkennt sie die Position des Hörers und verändert je nach Standort, Bewegung und Ausrichtung die Intensität der Musikinstrumente und damit den Sound des Musikstücks.

VKiD_QR-am Denkmal_Itunes
Diese App ergänzt somit den Besuch um ein besonderes Konzerterlebnis und wendet sich mit zeitgemäßer Technologie besonders an die junge und zukünftige Generation und lädt sie dazu ein, sich auf neue Art und Weise mit dem Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Hier finden Sie weitere Informationen zum Konzept des virtuellen Konzerts (oder einfach den QR-Code scannen).

Auch wir arbeiten gegen das Vergessen. Ein Schwerpunkt unserer Verlagsarbeit liegt in der Aufarbeitung des Nationalsozialismus. Allein in diesem Frühjahr erscheinen zu dem Thema bei uns drei neue Titel, u.a. „1945 in Berlin“.

 

BesucherUnd im Historiale Berlin Museum werden die wichtigsten Informationen zu dieser dunklen Epoche der Deutschen Geschichte ebenfalls ganz multimedial vermittelt: Unsere Audioguides und die vielen Kurzfilme zu dem Thema begeistern Besucher aus aller Welt.

 

 

 

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