Führergeburtstag — Buchbesprechung im „Historisch-Politischen Buch“

Führergeburtstag_Cover_432„..Aus der Art und Weise, wie der Geburtstag des Führers begangen wurde, lassen sich relevante Aussagen über das NS-Regime insgesamt ableiten … Der Journalist Armin Fuhrer hat Recht, wenn er diagnostiziert, dass der Führermythos unverzichtbarer und konstituierender Teil der ideologischen Grundsubstanz des Nationalsozialismus gewesen sei, was ein entsprechend bombastisches Zelebrieren des Geburtstages der zum Führer ausgerufenen Person impliziert habe …“

Das schreibt Dr. Wolfgang Kaufmann, Jahrgang 1957, Historiker, der an der Uni Leipzig lehrte und heute im privaten Bildungssektor tätig ist, in der Zeitschrift „Das Historisch-Politische Buch“, Nr 63, Jahrgang 2015, Heft 6, herausgegeben von der Ranke-Gesellschaft, Prof. Dr. Jürgen Elvert.

Leider ist es so, dass der Autor dieser Buchbesprechung auch Autor der „Jungen Freiheit“ ist. Darauf weist Gerhard Wisnewski in Kopp-online hin, eines wegen rechtspopulistischer und rechtsextremer Publikationen umstrittenen Mediums.

In Kopp-online geht es um die Völkerwanderung und den Untergang des Römischen Reichs.

Dort wird weiter verlinkt zur „Jungen Freiheit“, einer Zeitschrift, die von Politikwissenschaftlern als Sprachrohr der Neuen Rechten eingeordnet wird.

Das Römische Reich sei nicht an chronischer Bleivergiftung, Degeneration oder Egoismus zugrunde gegangen, wie »moderne« Historiker behaupten ? sondern an seinen Einwanderern.  „Kaufmann gebührt das Verdienst, das noch einmal deutlich festgestellt zu haben (Junge Freiheit, 2.9.2011). Denn etwa seit den 60er-Jahren habe sich die etablierte Geschichtswissenschaft plötzlich alle Mühe gegeben, die letzte Ursache für den Untergang des Römischen Reiches unter den Tisch zu kehren …“

„… Zum Ende des 5. Jahrhunderts dominierten die eingedrungenen Fremdvölker also die Mitte und den Westen Europas, woraufhin hier ein Prozess des rapiden Niedergangs einsetzte …“

Wolfgang Kaufmann in der „Jungen Freiheit“ über den Untergang des Römischen Reichs durch Einwanderer …

Wir hatten das neulich schon einmal in diesem Blog, Zuneigung von der falschen Seite. Da das Historische-Politische Buch der Ranke Gesellschaft unsere Publikationen von Autoren der „Jungen Freiheit“ besprechen lässt, beenden wir die Zusammenarbeit.