Freitag, 7. Oktober 2005

Endlich ist der neue Duden mit dem Sonderteil Berlin da, den der Tagesspiegel schon lange angekündigt hat, weil Brigitte Grunert, die ehemalige, langjährige und tolle Politikjournalistin, den fünfzig Seiten umfassenden Sondeteil Berlin verantwortet. Das Buch war aber noch gar nicht ausgeliefert. Dann denken die Kunden immer, wir wären ein bißchen sehr langsam, wenn ein Buch schon in der Zeitung stand und noch nicht bei uns zu haben ist. Der Rest des Dudens hat 462 Seiten, er kostet 11 Euro. Und der Berliner Sonderteil? Der geht von aalen, also sich räkeln, bis zwitschern, sich einen zwitschern, sich einen hinter die Binde kippen. Ob das so berlinerisch ist? „Junges Gemüse“, „Gummiadler“ für Brathähnchen – also ein nicht unerheblicher Teil scheint mir doch arg an den Haaren herbeigezogen, wenn man dieses Vokabular als berlinerisch bezeichnen möchte. Aber mir fehlt die Grundlage, das wirklich zu beurteilen.Große Teile unserer Kultur beruhen darauf, daß wir antizipieren, was kommen wird. Diese beiden Männer leben in der Gewißheit, daß Weihnachten in kaum drei Monaten vor der Tür steht. Sie hängen die Adventsbeleuchtung auf.
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