Freitag, 16. Dezember 2005

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Befaßt sich gern mit deutscher Geschichte: Gianluca Falanga in Humboldt, der Zeitung der Universität

Humboldt, die Zeitung der Alma Mater Berolinensis, der Humboldt Universität, www.hu-berlin.de/presse/zeitung, widmet sich in der aktuellen Ausgabe Gianluca Falanga, unserem Azubi, der nebenbei das Buch über die Uni schreiben mußte.

Ein Italiener auf den Spuren der Universität
Buch über die Humboldt-Universität erschienen
Im September dieses Jahres hat Gianluca Falanga ein Buch über die Humboldt-Universität veröffentlicht, in dem er sich in vier von fünf Kapiteln mit Titeln wie „Die geistigen Väter der Humboldt-Universität", „Ruhmreiche Vorbilder" und „Ideen", die die Welt veränderten" vor allem mit historischen Persönlichkeiten der Universität beschäftigt und sie in kurzen Portraits darstellt.

Zur Person
Falanga wurde 1977 in der süditalienischen Hafenstadt Salerno geboren. Er ist in Turin aufgewachsen. Mit 15 entdeckte er die Leidenschaft für Literatur. Besonders angetan hatten es ihm die deutschen Romantiker wie Novalis oder Friedrich Hölderlin. Im Sommer 1999 ging er als Student nach Kopenhagen, wo ihm die faröischen Nibelungenlieder in die Hände fielen, die er drei Jahre später in seiner Diplomarbeit im Fach „Germanische Philologie" (Schwerpunkt Altnordisch) ins Italienische übersetzte. 2003 wurde seine Abschlussarbeit als beste philologische Abhandlung Italiens des Jahres 2002 ausgezeichnet und veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt war der Preisträger schon in Berlin, wo er jetzt lebt und arbeitet.

Herr Falanga, wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Buch über die HU zu schreiben?
Ich mache zurzeit eine Ausbildung als Buchhändler in der Buchhandlung Berlin Story zu der auch ein Verlag gehört, der Berlin-Bücher verlegt. Dort hatte man nach Kundenbefragungen, die eine Nachfrage bestätigten, zwar schon länger den Plan, ein solches Buch zu machen, es fehlte aber ein passender Autor. Da ich mich schon lange mit der deutschen Geschichte beschäftige, hatte ich natürlich sofort Interesse an diesem Projekt.

Wie sind Sie vorgegangen, woher stammt das Konzept?
Es gab bereits ein Konzept, ich habe aber mein eigenes entworfen und habe dann angefangen zu recherchieren, Bücher zu lesen. Ich wollte die Hauptfiguren der zwei wichtigen Fachbereiche, in denen die Uni ihr großes Potenzial zum Ausdruck
brachte, darstellen: die Philosophie und die Naturwissenschaften. Ich wollte auch nicht ein wissenschaftliches Buch schreiben und Neues über die HU herausfinden, mein Buch beinhaltet Grundlagenwissen über die Humboldt-Universität und berühmte Personen der deutschen Geschichte. Für den aktuellen Teil konnte ich auch ein bißchen aus eigener Erfahrung schöpfen, denn ich habe vor meiner Lehre mit einem DAAD-Stipendium sechs Monate am Nordeuropa Institut geforscht.

Wurden Sie für die Arbeit am Buch freigestellt?
Nein, das Buch ist in meiner Freizeit entstanden, dass heißt abends, nachts, an den Wochenenden. Ich habe ca. fünf Monate für das Recherchieren und Schreiben gebraucht.

Viele Deutsche zieht es nach Italien, was gefällt Ihnen an Berlin?
Ich denke, in Berlin haben es Quereinsteiger leichter, weil viel in Umbruch und Wandel ist. Vielleicht hätte ich auch in Italien ein Buch dieser Art veröffentlichen können, aber es wäre wahrscheinlich viel schwieriger gewesen. Außerdem wird in Deutschland mehr gelesen, für einen Autor ist das natürlich von Interesse.

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