Freitag, 1. Juli 2005

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Ein Schrei vor unserem Laden kommt aus Kwan, als habe sie der Blitz getroffen. Der Blitz, den man hier in voller Lebenspracht sieht, war Tam Fong Kuen, eine Mitstudentin von der Universität aus Hong Kong, vom parallelen französischen Zug des europäischen Kulturstudiums. Und dann fing die Kommilitonin auch noch an, solche Todesschreie auszustoßen. Das wird ja wohl so sein, dachte ich bei dem Schrei, das ist schon alles so in Ordnung. Nur der Ordnungsdienst vom benachbarten ZDF kam unauffällig näher, ob ich den beiden jungen Damen vielleicht … aber nein, alles ein Herz und eine Seele. Kuen blieb den ganzen Nachmittag bei uns, lernte, wie man Souvenir-Magnete auspreist und an der Metalltafel anbringt. Abends war sie dann mit zehn Leuten aus der Berlin Story im Friedrichstadtpalast. Kwan erklärt, daß bei den Chinesen erst der Familienname kommt, dann in der Regel zwei Vornamen. Und wenn man zu ihr sagt, ach, das ist wie bei Mao Tse Tung, Familienname Mao, dann geht sie immer in die Luft. "Hast Du kein anderes Beispiel, Herr Giebel?"

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