Filmtag: Cabaret

3502_0

Mit Vorfreude auf die Berlinale Anfang Februar werden wir bis dahin jede Woche einen Berlinfilm vorstellen. Guckt einfach mal rein.

Den Start macht zum Themenjahr 2013 „Zerstörte Vielfalt“ der Film Cabaret mit Liza Minnelli nach dem gleichnamigen Musical. Der Film spielt im Berlin der 1930er Jahre und thematisiert die Machtergreifung der Nazis als Hintergrundgeschichte. Hierzu finden sich auch in unserem Verlagsprogramm Titel für Interessierte, wie „Das braune Berlin“ oder „Hitlers Terror in Berlin“. Der Film zeigt das Ende der Goldenen Ära der zwanziger Jahre in Berlin (hierzu findet man ebenfalls eine illustre Publikation in unserem Verlagsprogramm) und den Beginn des Nazi-Unheils und der schrecklichen Taten an den jüdischen Berliner Mitbürgern. Eine Atmosphäre die einer düsteren Science-Fiction Dystopie ähnelt, nur dass es sich hier nicht um eine fiktionale Zukunft, sondern eine faktische, grausame Vergangenheit handelt. Als Gegenpol dazu stehen die lasziven Hauptdarsteller mit ihrem Nachtclubleben im Rausch.Getragen wird die Geschichte von einer ausgezeichneten Liza Minelli, die als It-Girl der 30’er das gesamte Publikum, und im Besonderen ihren Gegenpart, den britischen Schriftsteller Brian Roberts, gespielt von Michael York beeindruckt.

Neben einem Haufen dargestellter Dekadenz am Ende der Goldenen Zeit in Berlin, einer Menge Nachtclub Erotik, atemberaubenden Choreografien, preisgekrönter Schauspielleistung, bietet der Film vor allem einen unglaublich guten Soundtrack der Lieder aus dem Musical, wie den Hit „Mein Herr“. Die Film und Musical Mischung brachte insgesamt 8 Oskars ein.

Ich hatte das große Glück in der Theaterscheune Cottbus eine Aufführung im rekonstruierten Kit Kat Club beizuwohnen, mit Roulette, Tischtelefonen und Schauspielern die das Publikum bereits eine Stunde vor Auftritt anheißten. Sicherlich ist das Live-Musical ein anderes Erlebnis als der Film, nur diesen kann man immer wieder gerne gucken, während das Musical leider selten aufgeführt wird.

Insgesamt ein wundervoller Film, der das Berlin der 30’er mit seinen schönen und dunklen Seiten aufleben lässt.

Übrigens: Berlin hat nicht nur tolle Filme, tolle Drehorte und ein tolles Berlinale Filmfestival, sondern auch tolle Kinos – der gesellschaftliche Ort an dem kollektive Träume entstehen können. Zu sehen gibt es die Berliner Kinos ab Februar im schönen Bildband von Ulf Buschmann.

Zu kaufen gibt es den Film übrigens im Webshop, neben vielen anderen Dokumentar- und Spielfilmen.

Folge uns auf: facebook.com/BerlinStoryVerlag

Comments

Schreibe einen Kommentar

You must be logged in to post a comment.