Festival of Lights — von der Lichtkunst zum puren Kommerz abgedriftet

Festival of Lights - Fernsehturm

Gestern hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller das Festival of Lights auf dem Alexanderplatz eröffnet. Dass sich das Festival of Lights in den vergangenen Jahren gewandelt hat, ist leider an vielen Stellen zu sehen. Während die Menschenmenge auf den Fernsehturm starrte, stand Müller im Abseits vor einem Blumenbeet und sprach Richtung Baustelle zu ein paar Kameras. An der kleinen Absperrung konnte ein Teil der Leute ein Blick auf ihn erhaschen. Der „Startknopf“ vor ihm dürfte außer den Kameraleuten niemandem aufgefallen sein. Hinter ihm begann pünktlich die Werbung, Verzeihung, die Kunstinstallation. Wer die klassischen großformatigen Dias sucht, die sich exakt um die Gebäude schmiegen, wird kaum noch fündig. Es geht um Videos, die, teilweise im Kampf mit „Berlin leuchtet“, auf die Fassaden projiziert werden. Dazu immer gut im Bild der jeweilige Sponsor. Sehr schade. Früher war mehr Lametta!