Fenster im denkmalgeschützten Taut-Haus am Engeldamm systematisch eingeschlagen

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Tauthaus_Scheiben_06Im Taut-Haus wurden eben alle Fenster eingeschlagen.

Das passiert um 21 Uhr wenige Schritte von meiner Haustüre entfernt, während ich den Beitrag über Hong Kong in diesem Blog schrieb.

Es handelte sich, so Augenzeugen, um 20 bis 30 Täter, die mit Fackeln die Straße entlangzogen und Parolen riefen oder sangen.

Sie hatten es nicht eilig.

Sie nahmen sich, so sahen es Anwohner, ein Fenster nach dem anderen vor.

Anschließen setzen die schwarz-vermummten Menschen noch Baustellenabzäunungen in Brand, um auf ihre Handlung aufmerksam zu machen.

Diese Fenster wurden vor wenigen Monaten schon einmal durch Steinwürfe zerstört. Jedes muss einzeln gefertigt werden. An der Ecke des Hauses befindet sich ein sehr schönes Rundfenster, sehr aufwendig herzustellen.

Es handelt sich um ein unter Denkmalschutz stehendes Haus, ursprünglich gebaut für die Konsumgenossenschaft Berlin.

Die Bewohner (von Eigentumswohnungen) sagen, sie seien keine Gentrifizierer. Sie hätten niemanden verdrängt.
Das Haus stand mehr als zehn Jahre lang leer – aufgrund von Bauschäden.

Als die Fenster nach dem vorigen Angriff repariert wurden, fand gerade eine Besprechung von Bewohnern des Hauses und dem Bürgerverein Luisenstadt Stadt. es ging darum, eine öffentliche Ausstellung über die interessante Geschichte des Hauses zusammenzustellen.

Das Taut-Haus am Engelbecken bei Wikipedia …

Das Taut-Haus, die Projektentwickler …

Die taz dazu …

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