Exponate des Historiale Berlin Museums (5): Bücherverbrennung

Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 auf dem Opernplatz

 

Bücherverbrennung. In der Vitrine sind 50 Bücher zu sehen, deren Titel damals verbrannt wurden. Alle Bücher in der Vitrine stammen aus der Zeit vor 1933.

Bereits am 10. Mai 1933 wurde die Verbrennung von Büchern auf dem Bebelplatz (früher Opernplatz) groß als Propagandaaktion der Nationalsozialisten inszeniert.

 

Die organisierten, rechten Studentenverbrannten Bücher von jüdischen, kommunistischen, pazifistischen oder sonstwie mißliebigen Autoren. „12 Thesen wider den undeutschen Geist“ dienten als Grundlage.

Im Historiale Berlin Museum ruft ein großes Propagandafoto (oben) an diesen Akt in Erinnerung. Auf dem Bebelplatz erinnert heute das Mahnmal „Bibliothek“ des israelischen Künstlers Micha Ullmann an die Bücherverbrennung.

Die Bücher hier rechts in der Vitrine wurden für das Museum antiquarisch erworben. Er gibt eine recht genaue Aufstellung aller Werke, die damals mit Feuersprüchen „den Flammen übergeben“ wurden. Anhand dieser Liste suchten wir Titel heraus, die heute noch bekannt sind. Nach diese Titel wurde in Antiquariaten geforscht.
Sämtliche Bücher in der Vitrine sind älter als 1933. Genau so sahen also die Bücher aus, die verbrannt wurden. Sehr wahrscheinlich ist, dass genau Bücher aus diesen Auflagen verbrannt wurden.