Engelbecken – Tunnel oder Betonblock unter der Mauer?

13.8.1961_Kaplan_Johannes_Ruhl Leuschnerdamm Bethaniendamm Engelbecken

Tunnel Betonblock Engelbecken

Bei Bauarbeiten direkt unter der ehemaligen Berliner Mauer am Engelbecken wurde heute etwas Massives gefunden (rechts). Ein Tunnel? Ein Betonblock?

Genau an dieser Stelle sprach am 13. August 1961, dem Tag des Mauerbaues, der Kaplan Johannes Ruhl (Pfeil) in militärisch scharfen Ton mit den Grenzsoldaten.

Er konnte erreichen, dass 1.600 Gläubige an diesem Sonntag aus Kreuzberg in einen der sechs Gottesdienste des Tages in die Michaelkirche nach Mitte kommen durften – was ja eigentlich nicht ging. „Aber um 12 Uhr müssen alle wieder drüben sein!“ ordnete der Kommandant an.

Das heute gefundene Teil sieht sehr massiv aus und wird morgen, am Dienstag, angebohrt.

Mehr über den mutigen Kaplan, das Engelbecken und wie der Luisenstädtische Kanal entstand und dann zum Park wurde in „Der Luisenstädtische Kanal“ von Klaus Duntze, erschienen im Berlin Story Verlag.

Wenige Schritt weiter versuchten Studenten von West-Berlin in den Osten unter dem Luisenstädtischen Kanal hindurch einen Tunnel zu graben, um Kommilitonen aus dem Osten herauszuholen. Darüber berichten Klaus-M. von Keussler und Peter Schulenburg im Buch Fluchthelfer, erschienen im Berlin Story Verlag.

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