Ende einer Utopie – Besprechung, Profi, wenig zufrieden

Peter Jochim Lapp bespricht im Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung das Buch Ende einer Utopie von Jens Schöne aus dem Berlin Story Verlag. Lapp greift die Kernthese von Jens Schöne an und stellt seine eigene entgegen, ohne auf die ausführlichen Dokumente und das stundenlange Telefonat zwischen Ulbricht und Chrustschow zum Mauerbau einzugehen.  Sonst sagt er leider nicht viel zum Buch selbst.

Zwar verweist Jens Schöne zum Beispiel ausdrücklich auf neuere Untersuchungen, die überzeugend gezeigt hätten, dass die treibende Kraft für den Mauerbau nicht in Moskau, sondern in Ost-Berlin saß. Gerade das aber ist mehr als umstritten. Die DDR war über weite Strecken, vor allem in Fragen, die Deutschland als Ganzes einschließlich Berlins betrafen, so etwas wie eine 16. Sowjetrepublik. Nicht souverän genug, um auf diesem Feld selbständig Entscheidungen zu treffen…