Ein Hoch auf die Touristen

Harald Jähner in der Berliner Zeitung am 31. Mai 2012 ausführlich über Tourismus in Berlin.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag in der Berliner Zeitung aus der Serie „Wem gehört die Stadt“

„… Und was wäre diese Stadt ohne sie, die Touristen? Die Antwort ist einfach: pleite. Neun Milliarden Euro setzten die Berlin-Besucher im Jahr 2010 um, als sie erstmals die 20-Millionen-Marke der Übernachtungszahlen knackten …

Der Berlin-Besucher will verstehen, was das für eine Stadt ist, in der vor 80 Jahren die Menschen aus heiterem Himmel, nämlich auf der Höhe des Fortschritts, über ihre jüdischen Nachbarn herfielen und die Welt mit unvorstellbaren Verbrechen heimsuchten.

Eine Stadt, die als Folge vierzig Jahre geteilt war und deren Osthälfte in einer wiederum weltweit berührenden Friedlichkeit den Sozialismus los wurde. Und die heute wegen ihrer als sensationell empfundenen Gelassenheit junge Menschen aus aller Welt anzieht, so dass diese eigentlich völlig vergreiste Stadt allmählich tatsächlich so prickelnd wird, wie man es ihr nachsagt.

Berlin gilt in der Welt als ein Schlüssel zum Verständnis für die Zerbrechlichkeit unserer Zivilisation und die Unberechenbarkeit der Geschichte …“

Und die Berlin Story, möchten wir hinzufügen, wurde in der Laudatio des Innovationspreises „Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten als Schlüssel zur Stadt herausgestellt.