Ein 13-jähriger heimlich an der Front bei einer Maschinengewehrkompanie im Ersten Weltkrieg

„Warum ich Nazi wurde“ – das Buch über die 583 Lebensbeschreibungen aus dem Jahr 1934 kommt demnächst (wenn ich fertig bin). Die Beschreibungen sind furchtbar, aber manchmal auch komisch. Fritz Keppner beschreibt hier, wie er sich im Ersten Weltkrieg heimlich an die Front geschlichen hat, um endlich dabei zu sein. Erst nach einer Woche fiel das auf. Ein weiterer Versuch scheiterte schon am Bahnhof. Und danach ließ ihn der Pfarrer zurückholen, weil er konfirmiert werden sollte. Später, nach vielen Saal- und Straßenschlachten, wurde ein SS-Truppführer aus ihm.

 

 

Am 11. August 1934, als er den Bericht schreibt, leidet Keppler darunter, dass es immer noch Menschen gibt, die keine Nazis sind:

„Eines nur kann ich nicht begreifen, dass es noch heute Menschen gibt, die nicht ganz mit uns einige gehen wollen, die sich auch heute noch indirekt gegen uns wenden. Diesen Menschen, denen wohl nie im Leben die Einsicht kommen will, kann man nur Borniertheit zuerkennen.“