eBook-reader: Darfs ein bisschen weniger sein?

txtr BeagleEbook reader können immer mehr. Konnten sie früher „nur“ eBooks anzeigen, so können sie inzwischen Musik und Hörbücher abspielen, sich per WiFi und UMTS mit dem Internet verbinden oder es sind direkt Tablets, die nur noch zusätzlich eBooks anzeigen. Und nachdem sich die Bücher-Welt bereits in gedrucktes und digitales Buch teilt gibt es eine neue Schneise. Die Leute, die einfach nur eBooks lesen wollen und die, die ein allumfassendes Spielzeug bevorzugen.

Will man all diese Funktionen? Versteht man sie? Als Verleger kann mir eigentlich egal sein, wie die Leute lesen so lange sie lesen. Ich verstehe jeden, der ein eBook praktisch findet. Genau so verstehe ich jeden, der das Buch im Regal haben möchte, der es anfassen will und der in ihm mehr als eine Reihe Zeichen sieht. Und es gibt die Leute die beides haben wollen. Dennoch ist es für mich wichtig alle Entwicklungen zu sehen um drauf eingehen zu können. Bisher sollte ein eBook einen immer größeren Umfang haben: Fachwörter sollten zu einer Erklärung verlinkt sein, vielleicht noch ein Video dazu und im Anhang Links zu Homepages, die zum Thema passen. Nun kommt ein neues Gerät: Der „txtr beagle„: Keine Kabel, keine Ladegerät, keine Internetanbindung, winzig klein. Er kann nur eins: eBooks anzeigen und er ist mit 128 Gramm ultra leicht. Doch woher hat er den Strom und wie kommen eBooks drauf?

Mit zwei handelsüblichen Batterien soll er ein Jahr lang laufen. Die Bücher spiet man über sein Handy ein. Egal über welchen Shop man sie in welchem Format gekauft hat. Um ein zu ausgedehntes filesharing von Büchern zu vermeiden kann man aber nur vier Bücher gleichzeitig auf dem Gerät haben. Auch ein spannender Ansatz.

Zum einen hat man also ein Gerät, was ganz simpel ist und welches auf alle Spielereien verzichtet. Zum anderen ist angedacht, es über das Handy und die entsprechende App zu befüllen. In den USA wird dieses Gerät bereits als „Game-Changer“ gehandelt. Ich kenne die Szene dort zu wenig, um dazu etwas zu sagen. Aber in Deutschland wird er es nicht sein. Die Phase der Geräte derzeit finde ich interessant. Es wird in viele Richtungen entwickelt, aber außer dem Kindle und dem iPad (sofern man es dazu zählt) habe ich kein gerät weit verbreitet gesehen. Also wird im Verlag weiterhin alles getestet, was sich von den vorangegangenen Geräten deutlich unterscheidet.

Ob die Entwicklung bei dem gedruckten Buch damals auch als ein so wildes hin und her empfunden wurde?

 

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