Donnerstag, 8. Februar 2007

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Am Dienstag (13.2.) wird dieser junge Mann 80, Wolfgang Stapp, Verleger von Berlinbüchern seit 1953. Heute wurde er geehrt mit der Fontane Plakette der Landesgeschichtlichen Vereinigung der Mark Brandenburg. Es war Jahres MV im Berlin Saal des Zentrums für Berlinstudien. Die Stapp-Stiftung wird sich weiter für gute Bücher über Berlin einsetzen.

Vorher hielt Dr. Sylvia Müller einen Vortrag über die Denkmäler der Liebe in Brandenburg. Von 1500 bis 1900 wurden Kinder und unverheiratete junge Menschen bestattet, als sei es eine Hochzeit. Mädchen in weiß gekleidet, „welch schöne Braut, ich wünsche ihr eine Himmelshochzeit“. Den Sarg trugen junge Männer mit Myrthesträußen – wie der Bräutigam. In der Kirche wurde eine Totenkrone an die Wand gehängt, zum Abschied von der Familie und von Freunden aufwendig hergestellt und mit Bändern verziert. Dann schritten die Pfarrer gegen diesen Heidenglauben ein. Fontane dazu:“ Soll denn alles fort, was diesen Orten, den kleinen Dorfkirchen, Poesie und Leben gibt? Überraschung! Das Buch dazu über volkstümliche Sepulkralkultur kommt demnächst bei uns.

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