Donnerstag, 7. Dezember 2006

Bernd Wegener berichtet in der heute erschienenen Kunden-Monatszeitschrift der BVG, deren Auflage höher ist als die jeder Berliner Tageszeitung, über das Buch von Werner Schmidt Letzte Rettung Berlin (Webseite zum Buch mit Leseproben und einfacher Bestellmöglichkeit: www.Letzte-Rettung-Berlin.de).

Gelegentlich macht man lieber einen Bogen um diese Zeitgenossen, die einem eine „Motz“ verkaufen wollen, die unangenehm riechen oder denen man schon ansieht, dass sie betteln wollen. Werner Schmidt ging auf sie zu und erzählt von Menschen und ihren Schicksalen in Berlin.
Sie zählen schon lange nicht mehr zu der viel zitierten „Unterschicht", nein, sie sind noch tiefer gerutscht, sie sind anonym und gehören doch zu unserem Alltag. Männer, Frauen, Jugendliche, die sich mit Musizieren, Verkaufen oder Betteln über Wasser halten. In diesem Buch erfahren wir, welche Schicksale sich hinter den Menschen verstecken, die wir jeden Tag irgendwie wahrnehmen.
Da ist der Großvater, dessen Familie bei einem Verkehrsunfall in Australien ums Leben kam und der so in die Mittellosigkeit gerutscht ist, oder der 25-Jährige mit seiner Hündin auf dem Tauentzien, der hofft, bald wieder ein normales Leben zu führen. Werner Schmidt recherchierte ein Jahr lang in der Stadt, schrieb auf, was er sah und erzählt bekam. Oft ist das komisch, manchmal berührend, jedoch immer äußerst interessant.
Dass auch der Autor anfangs Berührungsängste hatte, ist beim Lesen zu spüren. Doch die Geschichten von den Aussteigern zeigen, Vorurteile sind eben Vorurteile. Der Bettler, der Straßenmusikant, der Zeitungsverkäufer sind auch Menschen mit Gefühlen, mit Sehnsüchten. Und sie sind es wert, Beachtung zu finden. Die, auch dies erfährt man in diesem Buch, bekommen die Hauptfiguren des Buches öfter, als wir beim flüchtigen Vorbeilaufen glauben. BVG plus_12 – Dezember 2006

Am kommenden Sonntag stellt Werner Schmidt sein Buch bei uns in der Berlin Story vor. Sie sind herzlich eingeladen …
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Denn man sieht nur die im Lichte, denkt Daniela (links), soll doch Susanne im Rampenlicht stehen und dem Sender JobTV24 ein Interview geben, wie es allgemein als Auszubildende im Buchhandel ist und welch unglaublichen Herausforderungen frau in der Berlin Story im speziellen ausgesetzt ist, nämlich täglich Zeitung lesen, zwei Stadtführungen im Monat machen und selbst an der Weiterbildung arbeiten. Aber dann kommt Daniela auch noch dran und berichtet über das Schicksal eines Lehrmädchens im ersten Ausbildungsjahr.

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