Donnerstag, 29. Januar 2004

Im Tonweltstudio von Gürsan Acar nehmen wir den Film "The Making of Berlin" heute auf chinesisch auf, genauer Mandarin. „Sind Ihr Cousin und Ihre Cousine älter als Sie oder jünger?“, fragt die Übersetzerin und Regisseurin Jie Zhao. Die beiden kommen im Film auf einem Foto vom Tag des Mauerbaus vor, dem 13. August 1961. Mandarin ist eine präzise Sprache. Die Familienverhältnisse werden genauer bezeichnet als bei uns.

Übersetzung und Regie sind so professionell vorbereitet, daß ich aus dem Staunen nicht herauskomme. Präzise kontrolliert sie die Einsätze, hört jede Unsauberkeit, hat in aller Sanftheit die Kontrolle über die Produktion. Wie ist das zu erklären? Jie Zhao scheint alle Filme übersetzt zu haben, die je aus China kamen. Vom „Mädchen aus Hunan“ über das „Rote Kornfeld“, „Morgen in Shanghai“, „Lebewohl, meine Konkubine“, „Hotel Shanghai“, „Beijing Bicycle“ bis zu „Das Geheimnis meines Erfolgs“ und „Hero“ im vergangenen Jahr. Oh Mann, über 40 Filme und dann unser Filmchen.

Russisch ist schon aufgenommen. Bei holländisch hat der Übersetzer daran gedacht zu erwähnen, daß Sophie Charlotte, nach der Charlottenburg so heißt, Holländerin ist. Ab demnächst gibt es den Film über Berlin aktualisiert und in acht Sprachen.

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