Donnerstag, 26. M

Film nachts am Engelbecken
„Und küssen … und abgedreht.“ Applaus.
Ein neunzig Minuten Spielfilm, eine jüdische Komödie, die vor Weihnachten in der ARD läuft, wird am Engelbecken gedreht mit der Michaelkirche im Hintergrund.

Historiale immer vollstaendiger
Jetzt haben wir für den August für die Historiale schon ein nahezu vollständiges Programm. Das eine oder andere wird noch ergänzt, aber Sie können sich schon vorstellen, was alles auf Sie zukommt.

Hoechste Eisenbahn von Hollaender wiederentdeckt und auf die Buehen gebracht
Höchste Eisenbahn von Friedrich Hollaender feiert am 9. April 2009 um 20 Uhr im Berlin Story Salon Premiere. Das Ensemble artdeshauses hat Friedrich Hollaenders Kabarettrevue „Höchste Eisenbahn“, die im Herbst 1932 in Berlin uraufgeführt worden ist, aus Notenskizzen und einem lange verschollen geglaubten Textbuch rekonstruiert. Sechs Darsteller und drei Musiker bringen die temporeiche Nummernrevue nun zurück auf die Salonbühne. Dabei knüpfen sie an Stil und Flair des Berliner Kabaretts der 20er und frühen 30er Jahre an.
Der berühmte jüdische Komponist und Texter Friedrich Hollaender („Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“) schuf vor seiner Emigration in die USA 1933 mehrere kleine “Revuetten“. In ihnen verband er die für die große Revue charakteristische Mischung aus Musik, Tanz, Liedern und Sketchen mit dem satirischen Witz des Kabaretts.
In den heiteren Bahnhofs- und Reiseszenen von „Höchste Eisenbahn“ treffen die unterschiedlichsten Typen aufeinander, darunter träge Gepäckträger, frivole Strohwitwen und eine Unschuld vom Lande. Im rosa Tutu tanzen die Schaffner das „Ballett der Verbote“, und eine vornehme Dame besingt das Kribbeln im Bauch, wenn sie heimlich an der Notbremse zieht. Zwischen den Zeilen schwingt Zeitkritik mit, denn Friedrich Hollaender warnte sein Publikum vor dem „Zug nach Nazidonien“ und plädierte für Völkerverständigung und Frieden. Seine engagierte Kritik an Militarismus und Faschismus blitzt immer wieder überraschend und raffiniert zwischen Schlagern und Sketchen auf.
Es spielen: Tatjana Bartel, Solveig Fischer, Maike Schaafberg, Matthias Büdinger, Sebastian Kwaschik und Dietmar Rüttiger – verstärkt durch Max Rauscher & die Dampfkapelle, Bühne: Anton Lukas | Kostüme: Ismael Vallejo, Produktion und Regie: Ariane Wendland und Maike Schaafberg
Als Dinner-Revue mit Menü: 9. April 2009 (Premiere), 11. + 12. April | 1.+15.+30. Mai, Preis: 59,90 € inkl. 3-Gänge-Menü und Aperitif
Als Revue pur: 30. April | 14. +29. Mai, Preis: 29,00 € / ermäßigt 24,00 €, 20.00 Uhr

Kanonenturm in Berlin
Hansjürgen Vahldiek, der Forscher zur Entstehungszeit Berlins, fand beim Vergleich historischer Pläne heraus, daß es vor der Stadtmauer Kanonentürme gab.
In der Stadtansicht aus dem Jahre 1537 (Abb. 1, Bildausschnitt) fällt vor dem Oderberger Tor ein niedrig breiter Rundturm auf. Sein Durchmesser ist beträchtlich, nämlich 20 Meter. Auch im Ausschnitt des Memhardt Planes (links) wird er als Vorturm abgebildet.
Die Konstruktion mit den vorgeschobenen, massiven Türmen hatte einen besonderen Grund. Bei der Bestückung der Plattform mit Kanonen, war fast jede Schussrichtung (< 270 Grad) möglich. Das Schussfeld beider Türme lag großflächig vor der Stadt. Ihre Position war also taktisch gut gewählt. Mehrere Kanonen hatten auf dem großen Rund des Flachdaches Platz. Sie konnten in jede Richtung gedreht werden und boten so eine besonders effektive Abwehrmöglichkeit.
Diese eigenartige Turmanordnung war seit etwa 1400 weit verbreitet war (Tallin, Krakau, Königsberg, Rostock, Cotbus, Belzig, Nürnberg). Man reagierte so auf die Einführung des Schießpulvers, das in den Geschützen eine fürchterliche Kraft entwickelte und die Schutzwirkung der alten Stadtbefestigungen stark schwächte.

Grundlegendes von Hansjürgen Vahldiek in Entwicklung der Stadtstruktur sowie in Neue Erkenntnisse zur Gründung und Stadtentwicklung

Sven Felix Kellerhoff im Tagesspiegel

Sven Felix Kellerhoff heute im Tagesspiegel. Hat er sich der Redakteur für Zeit und und Kulturgeschichte der Welt und der Berliner Morgenpost in der Redaktion geirrt?

Es geht hier um die Vorstellung des Buchs Berlin 1989 bis 2009. Der Tagesspiegel hatte einen der zwölf Beiträge vorab gedruckt und ist im hart umkämpften Berliner Zeitungsmarkt doch und immer wieder so offen, auch die Anderen zu würdigen.
Das war auch damals so, als Lothar Heinke vom Tagesspiegel Kellerhoffs Buch über den Führerbunker ausführlich besprach.

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