Donnerstag, 18. Januar 2007

Draußen tobt der Orkan Kyrill. Wir schließen erstmals nach dem 11. September 2001 früher, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Hause sind, bevor es richtig losstürmt, lange bevor der neue Hauptbahnhof wegen einstürzender Bauteile evakuiert wird.Die Kultur geht aber auch in diesen Tagen weiter. Eigentlich arbeiten unsere Autoren Michael Bienert und Elke Buchholz mit Hochdruck an ihrem neuen Buch über die Kaiserzeit, das im Mai in unserem Verlag erscheint. Aber eine Baustellenführung für die Presse in Schloß Schönhausen wollten sie sich dann doch nicht entgehen lassen.
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Kollege Helmut Caspar, der ebenfalls ein neues Buch vorbereitet, nämlich über die Beine der Hohenzollern, war auch da. Im Schloß wurde soeben die Entgiftung von gefährlichen Holzschutzmitteln abgeschlossen, die in den Sechzigern dort versprüht wurden. Der gesamte historische Dachstuhl ist freigelegt. Die Fichtenbalken sind zum Teil 350 Jahre alt und werden auch das neue Dach tragen.
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Die Beseitigung der Gifte ging leichter vonstatten und war billiger als befürchtet. Deswegen geht die Schlösserstiftung davon aus, dass sie das Haus als Museumschloss im Jahr 2009 wie geplant eröffnen kann. Außerdem bleibt von den bewilligten 8,6 Millionen Euro Baukosten etwas mehr Geld für die Herrichtung der Museumsräume übrig als geplant. Gezeigt werden soll die wechselvolle Nutzungsgeschichte des Schlosses, in dem die Gattin Friedrichs des Großen ebenso residierte wie der erste (und einzige) DDR-Staatspräsident Wilhelm Pieck.
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Das Foto zeigt den großen Festsaal im ersten Stockwerk des Schlosses.

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