Donnerstag, 13. April 2006

Das Buch über das Jahr 1775 wird immer dicker, immer interessanter, aber verlegerisch immer schlimmer, zum Haare raufen. So teuer, wie es dick wird, kann es gar nicht werden. Anton Friedrich Büsching hat damals eine Reise von Berlin über Potsdam ins brandenburgische Reckahn unternommen (erste Volksschule) und nebenbei die Statistische Geographie erfunden. Nichts gibt es, was aus dieser Zeit auch nur annährend so präzise, so genau und komisch die Verhältnisse schildert. Wir können ausrechnen, was einen Lehrer damals eine Kaffeekanne von KPM gekostet hat (nämlich den wievielten Teil seines Monatslohns) und wieviel heute ein Lehrer der Rütli-Schule dafür zahlen muß (den hundertsten Teil von damals). Es ist sonst fast unmöglich, solche Einkommensvergleiche zu ziehen. Und Gerd Zuchold, der dieses Buch ausgegraben hat, der auch schon in diesem Tagebuch damit vorkam, findet immer weitere Punkte, die man gut mal kommentieren könnte. Sein Kommentar ist jetzt so umfangreich wie das Original. Und so interessant.

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