Donnerstag, 10. November 2005

Man kann ja auch Mal aus dem Nähkästchen plaudern. Am Seminare „Wie bekomme ich als kleiner Verlag meine Bücher an die Leser“ von Christoph Mann www.mannconsulting.de nahmen auch Leute von Verlagen teil, die gar nicht so klein sind. Haben die denn da was von? Ja, denn die Ideenfülle war überwältigend und die Intensität des Seminars großartig. Wir haben ja den Vorteil, als Buchhandlung auch die andere Seite, nämlich die des Handels zu kennen. Daß es zum Beispiel nervt, wenn Verlage anrufen und etwas verkaufen wollen. (Das wurde aber auch nicht vorgeschlagen). Wir erfuhren, daß 67 Prozent der Besucher einer Buchhandlung keine Kaufabsicht haben und sich 80 Prozent erst entscheiden, nachdem sie gesehen haben, was auf den Tischen liegt. In der Buchhandlung verdichten wir deswegen laufend, hier noch ein kleiner Tisch, da noch eine Ecke zubauen. Für die Verlage, um die es ja ging, stellt sich die Frage, wie ihre Bücher auf diese Tische gelangen, wie die Buchhändler überzeugt werden können, fleißig einzukaufen und gut zu präsentieren.
 
Was bedeutet die Konzentration im Handel für die kleinen Verlage? Ein Drittel des Umsatzes machen die zehn großen Filialisten. Reden die überhaupt mit den Kleinen? Und wenn man im Handel präsent ist, wie bleibt man auf den Tischen? Wie kann man dem Handel gute Verkaufsargumente liefern und schließlich: Wo treiben sich unsere Kunden noch rum? In Museen? In der Oper? Auf Kreuzfahrten? Und lohnt es sich, irgendwie in den Versandbuchhandel zu kommen? Während ich mich mit diesen Fragen beschäftigte, waren zwei Mitarbeiterinnen auf einem anderen Seminar, in dem es darum ging, wie man für die Kunden so gut wie möglich Bücher im Computer finden kann. Das hatte ich bei unserem Buchgroßhändler KNV www.buchkatalog.de vor wenigen Wochen mitgemacht und als so gut empfunden, daß das alle mitmachen sollten.
 

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