Donnerstag, 1. Januar 2004

Um Mitternacht waren die Linden bis zu uns gesperrt. Dort stand ein Polizeiauto, sperrte die Straße und hatte einen Blick auf den Laden. Das neue Jahr fängt morgens dann immer mit kehren an. Der grobe Drecke ist schon weg, aber es dauert eine knappe Stunde, bis die Scherben und Kippen verschwunden sind. Diesmal hielt ein Laster der BSR, vier orangene Männer sprangen raus, „Morjen, dann wolln ma ma helfen.“ Unser Standard-Dank sind Ampelmännchen als Weingummi. Das ist nett, aber unter der Bestechungsschwelle.

Kaum war der Laden auf, war er auch schon voll, bis abends, wo wir immer noch sechzig bis siebzig Besucher nach hatten. „Can I have my own Trabi?!“, quengelt ein kanadischer Junge. Die südkoreanische Frauenfußballmannschaft (English? No. German? No. Français? No. Japanese? NO!!!), kichert sich durch die Souvenirs, ein Sammler aus Rom läßt sich aus Gips einpacken Kaiser Friedrich II., Marx, Wilhelm II, mit who is who Zetteln dran, dann zeigt er eine Liste, wen er schon alles aus Gips hat. Anschließend wird es so voll, daß einzelne Erinnerungen verblassen

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