Donald Trump und Herschel Grynszpan — krasse Vorwürfe

Timothy Snyder, der amerikanische Geschichtsprofessor und Autor, meint im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung,  es gäbe nur ein Jahr, um die Demokratie vor Trump zu schützen. Dabei bringt er auch ein Beispiel, wie die Nazis den Tod von Herschel Grynszpan als Vorwand für die Reichskristallnacht nahmen.

 

Unterscheiden sich die deutsche und amerikanische Wahrnehmung des Holocaust?

Lassen Sie es mich so sagen: Im Gespräch mit deutschen Journalisten betone ich jene Aspekte des Holocaust, die Deutsche übersehen oder minimieren. Das kann dazu führen, dass die Deutschen Aspekte der historischen Verantwortung übersehen und Lehren aus dem Holocaust ziehen, die zu eng gefasst sind. Amerikaner hingegen können aus dem Holocaust politische Schlussfolgerungen für die Gegenwart ziehen. Wir müssen überlegen, wie die Behandlung der Muslime heute mit jener der Juden zu vergleichen ist. Trumps bisherige Politik ist eine Provokation: Sie soll wohl dazu dienen, ein Ereignis wie den Mord am deutschen Diplomaten Ernst Eduard vom Rath in Paris am 7. November 1938 hervorzurufen. (Anm. d. Red.: Der 17-jährige Herschel Grynszpan schoss zwar am 7. November vom Rath nieder; dieser erlag jedoch erst am 9. November seinen Verletzungen.) Dies nutzte das NS-Regime als Vorwand für die Novemberpogrome. Die Ähnlichkeiten sind unheimlich.

 

Der vollständige Beitrag in der Süddeutschen Zeitung …

 

Das Buch von Armin Fuhrer über Herschel Grynszpan erschien im Berlin Story Verlag …