Diskussion Stadtplanung Mitte

FES01_Franziska_NentwigFES02_Franziska_Nentwig„Damit alle wach werden“, leitet  Moderatorin Ricarda Pätzold (links) nach dem halbstündigen Referat von Regula Lüscher ein, der Stadtbaudirektorin, „stelle ich drei Fragen, nämlich wer in Mitte lebt, wer in Mitte arbeitet und wer in Mitte qua Institution zu tun hat.“ Das sind an diesem Abend fast alle.

Lars Ernst, Geschäftsführer der WBM (2.v.l.), will dafür sorgen, dass weiterhin preiswerter Wohnraum auch ganz im Herzen Berlins zur Verfügung steht, damit es nicht zur Situation wie in Paris oder London kommmt und die Stadtmitte nachts leer ist. Dem stimmt Manfred Rettig (Mitte) zu, Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum. Es dürfen rund um das Schloss nicht nur Wohnungen gebaut werden, die, wie am Schinkelplatz, 15.000 Euro pro Quadratmeter kosten sollen. Das Humboldtforum soll die Bürgerschaft in die Mitte bringen. Es werden 3 Millionen Besucher im Jahr erwartet. Franziska Nentwig (2.v.r.), Chefin des Stadtmuseums, erinnert daran, dass nach der Gründung des Märkischen Provinzialmuseums im Jahr 1874 noch 30 Jahre vergingen, bis der Museumsbau fertig war. Das Neue Berlin Museum solle später dort sein, wo sich jetzt die Zentral- und Landesbibliothek in der Breiten Straße befinde und das Humboldtforum einen adäquaten Nachbarn erhalte.

Christian Hanke (rechts), Bürgermeister von Mitte, meint, man könne sich ruhig etwas Zeit lassen mit der weiteren Planung und abwarten, wie das Humboldtforum wirkt und angnommen wird, bevor die Planung im Marienviertel vor dem Roten Rathaus umgesetzt wird. Für ihn erstrecke sich Mitte vom Leopoldplatz bis zum Gendarmenmarkt – diesen (sozialen) Spagat würden die Kommunalpolitiker schaffen. Die soziale Mischung müsse bleiben mit preiswerten Wohnungen, Kiezkultur, aber auch mit anspruchsvollem Wohnraum.

Die Diskussion fand in der Friedrich-Ebert-Stiftung im Botschaftsviertel statt.

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