Dienstag, 5. September 2006

Heute wurde eine Gedenktafel für die Feldherrendenkmäler Unter den Linden eingeweiht. Viele Jahre hatte sich die Gesellschaft Historisches Berlin mit Ständen und Unterschriftensammlungen sowie den Generälen in Form von Pappkameraden in Originalgröße (hinschleppen, zurückschleppen in die Berlin Story) dafür eingesetzt, daß die Generäle zurückkommen. 2002 wurden sie aufgestellt.
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Alles alte Militaristen? Weit gefehlt. Diese Männer trugen entscheiden dazu bei, Preußen von der französischen Besatzung zu befreien und die demokratischen Reformen einzuleiten.
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Umrahmt wurde die Feierlichkeit vom Stabsmusikkorps der Luftwaffe. Erst zwischen den Reden Märsche aus der Zeit der Befreiungskriege, dann, als es ganz voll wurde auf dem schönen, breiten Trottoire, zur Freude des Volkes die „Berliner Luft“.
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Bürgermeister Zeller, Volker Hobrack von der Gedenktafelkommission Mitte und Gartendenkmalpfleger von Krosigk scheinen zu beten, die Restaurierung der Denkmäler möge gelingen. Momentan sind die Denkmäler eingehaust, weil sie gründliche restauriert werden und anschließend einen kleinen Zaun erhalten wie das Reiterstandbild von Friedrich dem Großen. Hobrack erinnert daran, daß die drei Generale weiter hinten im Park, nämlich Yorck von Wartenburg, Blücher und Gneisenau, noch zur Restaurierung anstünden.Auf dieser Aufnahme Scharnhorsts von Helmut Caspar erkennt man, daß es sich bei den Feldherrndenkmälern aus Marmor um absolute Glanzleitungen der Bildhauerkunst handelt, um das beste, was die Berliner Bildhauerkunst hervorgebracht hat.
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Ursprünglich jedoch standen die Generäle gegenüber direkt vor der Neuen Wache. Das kann man an diesem Modell gut sehen, das in den Räumen des InfoCenters für den Schloßaufbau am Hausvogteiplatz stehtsowie am Entwurf von Schinkel, dessen Vorstellung es war, gerade an diesem prominenten Platz am Forum Fridericianum alle fünf Feldherren aufzustellen, geschaffen von Christian Daniel Rauch zwischen 1822 und 1850.
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Hausherr Wilhelm von Boddien hatte heute abend die Gesellschaft Historisches Berlin zu Gast. Fast 200 Mitglieder feierten bis spät in die Nacht. Ein Sondereinsatzkommando mußte zwischendurch noch Nachschub an Wein holen.
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